Auf den Kasseler Unternehmer entfielen 47 von 60 Stimmen

Jörg Ludwig Jordan erneut zum Präsidenten der IHK Kassel-Marburg gewählt

Gratulierte als erste: Renate Matthei unterlag Jörg Ludwig Jordan bei der Wahl um die IHK-Präsidentschaft.Nicole Schippers

Jörg Ludwig Jordan bleibt Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel Marburg. 47 der 60 gültigen Stimmen der Mitglieder der Vollversammlung entfielen am Mittwoch auf den Unternehmer aus Kassel.

Jordan setzte sich damit klar gegen seine Mitbewerberin Renate Matthei durch. Die Kasseler Verlegerin hatte sich als Kandidatin des kammerkritischen Bündnisses „Jetzt IHK-Wahlen nutzen – Zwangsbeiträge abschaffen“ zur Wahl gestellt. Auf Matthei entfielen 13 Stimmen. Ihr Mitstreiter Kai Boeddinghaus betonte am Rande der Vollversammlung, dass lediglich zehn der 17 Mitglieder des kammerkritischen Bündnisses anwesend sein konnten. Demnach konnte Matthei immerhin drei Stimmen von Sympathisanten aus dem bei voller Anwesenheit 77 Mitglieder starken Gremium für sich verbuchen.

Jordan, Geschäftsführer des gleichnamigen Kasseler Holzgroßhandels, hat das Amt des IHK-Präsidenten bereits seit 2016 inne. Der 58-Jährige versprach in seiner Bewerbungsrede, die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Nordhessen sowie die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den ländlichen Raum vorantreiben zu wollen. 

Priorität habe die Verbesserung der Kommunikations- sowie der Verkehrsinfrastruktur. Jordan forderte dabei unter anderem die schnelle Fertigstellung der Autobahnen 44 und 49 sowie eine zügige Entscheidung zum letzten Lückenschluss zwischen der A 7 und Helsa. „Außerdem setze ich mich für eine weitere Belebung des Airport Kassel Calden ein, besonders im Geschäftsreiseverkehr“, so Jordan.

Ihre Mitgliedsunternehmen werde die IHK auch bei den künftigen Herausforderungen unterstützen. Dazu zählte Jordan den Online-Handel ebenso wie die Digitalisierung, die Fachkräftesicherung und die Nachfolgeregelung. Zudem kündigte er eine sparsame Wirtschaftsführung an. Die Kammer benötige ausreichend Geld für große Digitalisierungsprojekte sowie die Sanierung und Modernisierung des IHK-Gebäudes an der Kurfürstenstraße. „Das Dach wird gerade nach einem Sturmschaden repariert, die Aufzugsanlage muss erneuert und die Lüftungsanlage saniert werden“, sagte er.

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