160 Kagida-Anhänger und 550 Gegner

Kagida und Gegner: Drei Demos in Kasseler Innenstadt

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Kassel. Die Kagida (Kasseler gegen die Islamisierung des deutschen Abendlandes) ging an diesem Montag wieder auf die Straße. Diese und zwei Gegendemos blieben friedlich.

Es war die bisher achte Kagida-Demonstration in Kassel. 18.30 Uhr begann die Demo auf dem Scheidemannplatz offiziell. Insgesamt 160 Kagida-Anhänger kamen zu dieser Demo. Um 18 Uhr - also eine halbe Stunde eher - begannen zwei Gegendemonstrationen. Eine startete an der Alten Hauptpost an der Friedrich-Ebert-Straße, die andere ebenfalls auf dem Scheidemannplatz. Sie wurden von dem "Bündnis gegen Rechts“ und der „Antirassistischen Jugend gegen Kagida“ organisiert. Auf dem Scheidemannplatz hatten sich laut Augenzeugen mehrere Hundert Kagida-Gegner versammelt - unsere Reporter schätzten sie auf 550. 

Etwa 50 Demonstranten der Antirassistischen Jugend Kassel versammelten sich bis 18.25 Uhr vor der Alten Hauptpost. Gegen 19.30 Uhr war die Veranstaltung vor der Alten Hauptpost beendet worden - dort verlief laut Polizei alles recht friedlich.

An den Absperrungen auf der Friedrich-Ebert-Straße wurde es zeitweise laut: Gegner der Kagida riefen lautstark “Nazis raus”. Gegen 19.50 Uhr waren die Demos beendet. Laut Polizeisprecher Jürgen Wolf kam es bei keiner der drei Veranstaltungen zu gewalttätigen Ausschreitungen. Es kam lediglich zu einer vorläufigen Festnahme. Ein Kagida-Gegendemonstrant hatte offenbar gegen das Vermummungsverbot verstoßen.

Trotz Terror-Warnungen in Dresden (Sachsen) gegen Pegia-Mitgründer Lutz Bachmann, ließ sich die Kagida in Kassel nicht von einer weiteren Demo abbringen.

Für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer war mit größeren Behinderungen zu rechnen: Wegen der Demonstrationen sperrte die Polizei schon gegen 17 Uhr die Zufahrt zum Scheidemannplatz über den Ständeplatz ab. Der Verkehr wurde bis zum Ende der Demos umgeleitet. Auch die KVG kündigte ab 17 Uhr diverse Umleitungen und Fahrtausfälle an.

Als Zeichen gegen die Kagida-Demonstration am Scheidemannplatz blieb die Außenbeleuchtung des Fridericianums an diesem Montagabend ausgeschaltet. Dies sei ein Zeichen gegen die Pegida-Bewegung und ein Signal für die Offenheit für Kulturen, teilen die documenta GmbH und die Kunsthalle Fridericianum mit. Seit Bestehen der Beleuchtung sei es das erste Mal, dass das Fridericianum nachts dunkel bleibe. (dob)

Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt

Auf dem Weg: Etwa 160 Kagida-Anhänger starteten gegen 19 Uhr ihren Marsch. © B. Ludwig
Bündnis gegen Rechts auf dem Scheidemannplatz: Diese Demonstranten sangen sich zu Klängen von "Bella Ciao" warm - noch bevor die größeren Demos begannen. © Bergholter
Im Vorfeld der Demos zeigte die Polizei am Scheidemannplatz bereits Präsenz und sperrte die Areale für die Demos ab. © Bergholter
Wegen der Demonstration von KAGIDA und der Gegendemo des Kasseler Bündnisses gegen Rechts sperrte die Polizei die Zufahrt zum Scheidemannplatz über den Ständeplatz ab. © Bergholter
Im Vorfeld der Demos zeigte die Polizei am Scheidemannplatz bereits Präsenz und sperrte die Areale für die Demos ab. © Bergholter
Erste Kagida-Demonstranten versammelten sich gegen 18.05 Uhr am Scheidemannplatz. © Bergholter
Die Polizei sperrte die Friedrich-Ebert-Straße von der Friedrich-Engels-Straße bis zur Bürgermeister-Brunner-Straße für den Verkehr. © Bergholter
Geschätzte 350 Gegendemonstranten waren zu diesem Zeitpunkt zur Kagida-Demonstration auf dem Scheidemannplatz. © B. Ludwig
Erstmals unbeleuchtet: Das Fridericianum ist dunkel. Aus Protest gegen KAGIDA wurde die Außenbeleuchtung an diesem Montag für die Dauer der Demonstration ausgeschaltet. © 
Vor der alten Hauptpost in der Friedrich-Ebert-Straße, wo die Antirassistische Jugend Kassel zur Demonstration gegen KAGIDA aufrief, hatte sich die Zahl der Demonstranten gegen 19.15 Uhr auf etwa 80 erhöht. Diese verteilten sich über die Kreuzung oder warteten an den Absperrungen der Polizei auf den KAGIDA-Zug. © Bergholter
Vor der alten Hauptpost in der Friedrich-Ebert-Straße, wo die Antirassistische Jugend Kassel zur Demonstration gegen KAGIDA aufrief, hatte sich die Zahl der Demonstranten gegen 19.15 Uhr auf etwa 80 erhöht. Diese verteilten sich über die Kreuzung oder warteten an den Absperrungen der Polizei auf den KAGIDA-Zug. © Bergholter
Vor der alten Hauptpost in der Friedrich-Ebert-Straße, wo die Antirassistische Jugend Kassel zur Demonstration gegen KAGIDA aufrief, hatte sich die Zahl der Demonstranten gegen 19.15 Uhr auf etwa 80 erhöht. Diese verteilten sich über die Kreuzung oder warteten an den Absperrungen der Polizei auf den KAGIDA-Zug. © Bergholter
Bezogen Stellung gegen Kagida: Vor den Absperrungen stehen Gegendemonstranten und skandieren lautstark “Nazis raus”. © Bergholter
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll
Kagida und Gegendemo in Kasseler Innenstadt © HNA/Zgoll

Alle aktuellen Ereignisse rund um die Demos gibt es hier in unserem Blog Kassel-Live.

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