Neues Konzept

Altmarkt: Unterführungen für Fußgänger nun dicht

Ein Fall für den Bagger: Die Unterführungsportale an der Ecke Weser- und Kurt-Schumacher-Straße sind schon weitgehend abgebrochen. Demnächst sollen die Tunnelröhren unter der Altmarktkreuzung zugeschüttet werden. Foto: Malmus

Kassel. Die Ära der Fußgängertunnel unter der Altmarktkreuzung ist jetzt endgültig Geschichte.

Nachdem Ende vergangener Woche ein neuer Ampel-Überweg über die Weserstraße in Betrieb genommen wurde, haben Bauarbeiter mit dem Abriss der Unterführungsportale an der Ecke Weser- und Kurt-Schumacher-Straße begonnen. Die Zugänge dort waren am Mittwoch schon weitgehend dem Erdboden gleich gemacht.

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Damit ist nun auch die Unterquerung der Kurt-Schumacher-Straße nicht mehr möglich. Schon vor Monaten wurde die Verbindung unter der Brüderstraße gesperrt, nachdem quer durch diese Tunnelröhre Versorgungsleitungen verlegt worden sind.

Auch gegenüber vor dem Finanzzentrum wird der Unterführungsrückbau derzeit vorbereitet. Wie Abteilungsleiter Uwe Bischoff vom städtischen Straßenverkehrs- und Tiefbauamt erläuterte, werden in den nächsten Wochen unter dem Altmarkt drei Kilometer Strom- und Datenkabel installiert. Gebraucht würden die unter anderem für die Verkehrssteuerung an der viel befahrenen Kreuzung, die bis Ende 2015 saniert und umgestaltet wird. Fußgänger und Radler sollen den Altmarkt künftig prinzipiell oberirdisch überqueren.

Wenn die Kabelmontage erledigt sei, würden die Tunnelröhren mit 2000 Kubikmetern flüssigen Füllmaterials geflutet, das alle Winkel ausfüllt und dann aushärtet, sagte Bischoff. „Dazu brauchen wir dann zwei bis drei frostfreie Wochen.“

Die Tunnel-Eingangsportale vor dem Finanzzentrum, an der Weser- und der Kurt-Schumacher-Straße würden noch vor dem Jahresende vollständig verschwinden. Zwei weitere Zugänge zu beiden Seiten der Brüderstraße würden dann ab dem kommenden Frühjahr zurückgebaut.

Als 1956 die erste der Unterführungen am Altmarkt für den Fußgängerverkehr freigegeben wurde, galt der Knotenpunkt als modernste Kreuzung Europas. Laut Ankündigung des damaligen Stadtbaurats Dr. Wolfgang Bangert sollten die Unterführungstreppen „nur ein Provisorium“ sein und in absehbarer Zeit durch Rolltreppen ersetzt werden, „um es den Fußgängern so bequem wie möglich zu machen“.

Es blieb bei dem Versprechen – aus den Rolltreppen an der Altmarkt-Unterführung ist nie etwas geworden.

Von Axel Schwarz

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