Quote liegt bei 4,8 Prozent

Arbeitsmarkt in der Region bleibt robust

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Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Kassel ist im November weiter gesunken.

Trotz der schwächelnden Konjunktur bleibt der Arbeitsmarkt in der Region stabil. Im November waren 423 weniger Menschen als im Vormonat auf Jobsuche.

Kassel – Wie die Agentur für Arbeit in Kassel mitteilte, sank die Zahl der Jobsuchenden im Agenturbezirk, zu dem Stadt und Landkreis Kassel sowie der Werra-Meißner-Kreis zählen, im November um 423 auf 13 953. Die Arbeitslosenquote nahm im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 4,8 Prozent ab und liegt damit auf Vorjahresniveau.

„Saisonüblich belebt der Herbst offensichtlich nach wie vor den Arbeitsmarkt“, bilanziert Agenturchef Detlef Hesse. „Vor allem Frauen, Ausländer, Ältere und nicht zuletzt Langzeitarbeitslose haben von der Erholung im November profitieren und ihre Chancen zur Integration nutzen können.“

Kassel: Arbeitsmarkt bleibt robust 

Detlef HesseChef der Arbeitsagentur in Kassel

Allerdings mache sich die allgemeine konjunkturelle Eintrübung schon insoweit bemerkbar, als im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III), der Konjunktur- und Arbeitsmarktentwicklungen früher spiegele, kein Abbau der Arbeitslosigkeit, sondern sogar ein Anstieg um 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen sei. Der Rückgang insgesamt resultiert laut Hesse allein aus der Entwicklung im Hartz-IV-Bereich (SGB II), den die Jobcenter betreuen. Dort ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat (minus 391 Personen) und zum Vorjahr (minus 331 Personen) deutlich gesunken.

Gekennzeichnet wird die Statistik auch in diesem Monat wieder durch niedrige Arbeitslosigkeit einerseits und einen hohen Stellenbestand andererseits. „4106 offene Stellen sind uns zurzeit gemeldet und damit 1,8 Prozent mehr als noch vor vier Wochen. Das ist der höchste Wert aller hessischer Agenturen, wo die Beschäftigungsangebote eher rückläufig sind, und ein Beleg für den ungebrochen hohen Mitarbeiterbedarf der regionalen Unternehmen“, betont Hesse.

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen betont der Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) in Nordhessen, Jürgen Kümpel, dass für eine langfristig erfolgreiche Berufsplanung eine Ausbildung unverzichtbar sei. Von den 2,6 Millionen sozialversichert Beschäftigten in Hessen seien 80 000 in sogenannten Helferjobs tätig. Die seien bei schwächelnder Konjunktur viel stärker bedroht als die von Fachkräften. „Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss legen wir deshalb dringend ans Herz, eine duale Ausbildung zu absolvieren. Un- und angelernte Mitarbeiter sollten Angebote zur Nachqualifizierung nutzen, zum Beispiel über Teilqualifizierungen“, so Kümpel. Qualifizierung sei in Zeiten der digitalen Transformation noch viel entscheidender.

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