Neue Dimension des virtuellen Spiels

Virtual-Reality-Arena in Kassel rüstet auf: Spieler spüren Wind und Hitze

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Das sehen die Spieler: Mit der brennenden Fackel in der Hand und der Hilfe der Mitspieler muss man in „Diamond Skull“ nach einem Totenkopf suchen.

Die Arcade Virtual Reality Lounge in Kassel rüstet auf: Künftig sollen Spieler auch Wind und Hitze spüren können. Dadurch soll das Spielerlebnis noch echter werden.

Wenn die Mitglieder der Star-Trek-Crew Ablenkung vom Alltag auf ihrem Raumschiff suchten, nutzten sie in der Science-Fiction-Serie das Holodeck. Dort wurde ihnen eine täuschend echt wirkende Realität vorgegaukelt, durch die sie sich frei bewegen und mit der sie interagieren konnten. Etwas Ähnliches ist in Kassel möglich.

In der Arcade Lounge an der Werner-Hilpert-Straße 9 können die Besucher in virtuelle Welten eintauchen, in denen nun auch Hitze und Wind spürbar sind.

Unterwegs in einer alten Tempelanlage: Unser Redakteur Damai Dewert nimmt den Stab in seiner Hand in der virtuellen Welt als brennende Fackel wahr, mit der er sich durch ein dunkles Gewölbe tastet.

Im Keller des ehemaligen Cuba Clubs ist seit dem Jahr 2017 die Arcade VR Lounge zu Hause. Inzwischen haben die Gründer Dariusz Kaleta, Kai Schiek und Hüseyin Uzun ihre Technik so weiterentwickelt, dass virtuelles Spielen in einer neuen Dimension möglich ist. Sie bezeichnen sich als deutschlandweit erste Spielhalle, in der sogenanntes „Full Body Tracking“ praktiziert wird. Doch was steckt dahinter?

Um die virtuellen Spiele realitätsnah zu erleben, tragen die Besucher nicht nur eine Virtual-Reality-Brille und einen leichten Computer-Rucksack, sondern auch sogenannte Tracker an Händen, Füßen und Kopf. Mit diesen ist es möglich, die eigenen Körperbewegungen in die computergenerierte Welt zu übertragen. Aber nicht nur das. Auch Gegenstände, die der Spieler tatsächlich in seinen Händen hält, tauchen in der digitalen Welt in veränderten Form auf. So wird etwa ein Stab zu einer Fackel.

Während sich die Spieler früher für das Abtauchen in die virtuelle Realität in ein Gestänge aus Sensoren quetschen mussten, um sich dort auf einer ein Quadratmeter großen Platte oder einem Laufband zu bewegen (Virtualizer), können sie nun frei im Raum agieren.

In dem ungefähr 100 Quadratmeter großen und abgedunkelten Raum in der Arcade Lounge hängen dafür 32 Optitrack-Kameras. Diese erfassen alle Bewegungen der Spieler, die von den Trackern an Armen, Füßen und Kopf nicht registriert werden. Zwar ist der reale Raum begrenzt, doch die Spielwelten – aktuell werden zwei Spiele für bis zu drei Mitspieler angeboten – sind so verwinkelt, dass die Spieler schier endlose Strecken zurücklegen.

Virtual Reality in Kassel: Durch Full-Body-Tracking das volle Erlebnis

Was eben nur ein großer dunkler Raum war, erscheint mit Spielbeginn als labyrinth-artige Tempelanlage, die von den Spielern in Indiana-Jones-Manier erforscht werden muss. Die schaurige Geräuschkulisse kommt über Kopfhörer. Mit der Fackel in der Hand geht es im Spiel „Diamond Skull“ an schwindelerregenden Abgründen vorbei, durch Geheimtüren und durch schmale Gänge.

Heizstrahler und Ventilator im Raum sorgen dafür, dass sich Feuerstellen in der Höhle wirklich heiß anfühlen und ein Luftzug spürbar ist. Durch das Full-Body-Tracking wird jedes Abklatschen oder Händeschütteln mit den Mitspielern in die Fantasiewelt übertragen. Ziel dieses Spieles ist es, einen Totenkopf zu finden. Doch das tritt im Spiel in den Hintergrund. Zu unmittelbar sind die Emotionen, die ausgelöst werden.

Beim Balancieren auf einem Brett über eine Schlucht steigt Panik auf. Denn das Brett gibt es wirklich. Doch liegt es eigentlich in einem dunklen Raum auf sicherem Boden und muss von den Spielern in Position gebracht werden. Auch bei den Fahrstuhlfahrten ist die Illusion perfekt, obwohl sich die Ebenen im Raum natürlich nicht verschieben.

„Ich hatte hier schon Leute, die wollten nicht glauben, dass sie sich während des gesamten Spieles nur in diesem Raum bewegt haben“, erzählt Dariusz Kaleta. Vor drei Jahren hatte der ehemalige Amazon-Mitarbeiter die Arcade Lounge eröffnet.

Die Gründer: Kai Schiek (links) und Dariusz Kaleta (rechts) stehen hinter der Firma „Arcade Virtual Reality Lounge“.

Neben dem Full-Body-Tracking gibt es schon länger weitere Spiele-Angebote wie virtuelles Lasertag oder virtuelle Escape Rooms.

Infos zur Virtual Reality Lounge in Kassel

  • Arcade VR Lounge, Werner-Hilpert-Straße 9 (im Hinterhaus). Öffnungszeiten auf der Internetseite www.arcade-lounge.de 
  • Spiele im Full-Body-Tracking kosten 39 Euro pro Person Mindestalter: 14 Jahre. Alle weiteren Spieleangebote sind günstiger. 
  • In der kompletten Arcade Lounge können bis zu zehn Personen gleichzeitig spielen. Die Inhaber machen zudem spezielle Angebote für Firmenevents, Junggesellenabschiede etc. Gruppengrößen bis maximal 18 Personen sind ideal.

Wir verlosen drei mal drei Gutscheine für das Full-Body-Tracking. Bitte rufen Sie dafür heute unser Glückstelefon unter 01379/699660 an und nennen Sie das Lösungswort „Virtuell“. Pro Anruf 50 Cent aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk teurer.

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