Preise für Publikumslieblinge 

Zirkus Flic Flac: Über 62.000 Besucher  - Diese Artisten eroberten die Herzen des Publikums

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Die "Ruban Truppe" wurde beim elften Kasseler Festival der Artisten mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Das "Festival der Artisten" zog über 62.000 Zuschauer an. Elf Artisten waren beim Publikum besonders beliebt.

  • Über 62.000 Besucher strömten in das Flic-Flac-Zelt
  • Die "Ruban Truppe" gewann den Publikumspreis
  • Die Vorbereitungen für das nächste Jahr laufen bereits

Das „Festival der Artisten“ ist auch in seiner elften Auflage in Kassel ein Publikumsmagnet gewesen. 62.800 Zuschauer strömten in den vergangenen dreieinhalb Wochen in das schwarz-gelbe Flic-Flac-Zelt auf dem Friedrichsplatz, annähernd so viele wie bei der vergangenen Rekord-Veranstaltung mit 64.000 Gästen.

„Die Show ist sehr gut angekommen, auch ohne Motorräder“, sagt Flic-Flac-Manager Martin Krockauer, der vor der Herausforderung gestanden hatte, nach der hochkarätig besetzten, actionreichen Jubiläums-Show im vergangenen Jahr wieder ein attraktives Programm auf die Bühne zu bringen.

Die "Ruban Truppe" gewann den Publikumspreis für 15.000 Euro

Das ist ihm mit einer völlig anderen, eher sinnlichen und ruhigen Darbietung gelungen. „Die Stille hat auch begeistert“, so Krockauers Eindruck. Die Zuschauer waren dabei besonders angetan von der herausragenden artistischen Leistung der „Ruban Truppe“. 

Spektakulär: Die Zauberkünstler von „Magus Utopia".

Die elf Artisten aus Russland eroberten die Bühne und die Herzen der Zuschauer mit atemberaubenden Salti, Sprüngen, Pirouetten und Flic Flacs, bei denen ein doppeltes Schleuderbrett, Stelzen und Hochstühle zum Einsatz kamen. Dafür wurden sie Sonntagabend beim Finale des Festivals in Kassel mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro hat der Ticketanbieter Reservix gesponsert.

Auf den zweiten Platz schaffte es das Artisten-Unternehmen „Magus Utopia“. Die Illusionisten-Gruppe um die Niederländer Marcel Kalisvaart und Aquila Junior verzauberte das Publikum mit einem magischen Albtraum, der für wohliges Schaudern sorgte. Die Zauberkünstler erhielten eine Prämie in Höhe von 10.000 Euro, beigesteuert vom Autohaus Glinicke.

"Tufyaev Troupe" landete auf dem dritten Platz

Auf den dritten Rang wurde die „Tufyaev Troupe“ gewählt. Die neunköpfige Gruppe begeisterte das Publikum mit waghalsiger Akrobatik am doppelten russischen Barren. Dafür erhielten die Artisten das von der HNA gesponserte Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

Nicht nur die Darbietungen waren bei diesem Festival ruhiger. Im Gegensatz zur vergangenen Show wurde diesmal kein Artist verletzt, wurden keine Einnahmen geklaut und es gab auch keinen Heiratsantrag während des Auftritts. „Es war alles sehr entspannt“, so Krockauer.

Video: Heiratsantrag bei der Flic-Flac-Show

Artisten und Mitarbeiter seien ein sehr harmonisches Team gewesen. „Alle waren offen, freundlich und hilfsbereit.“ Und so habe die gesamte Truppe, die aus aller Herren Länder stammt, im Flic-Flac-Vorzelt gemeinsam Silvester gefeiert.

Besonders froh ist Krockauer, dass alle Artisten die täglichen Shows unbeschadet überstanden haben. „Es gab keine Verletzungen, obwohl es keine ungefährlichen Nummern waren“, sagt er. Gerade Situationen, die das Publikum gar nicht beachte, seien oft riskant. 

Flic Flac: Die Vorbereitungen für das nächste Jahr laufen bereits

Wenn sich etwa die beiden ukrainischen Artisten Yuliya Shauchenka und Valentin Shvchenko vom Duo „To be Free“ an den Strapaten – in der Luftakrobatik verwendete Bänder, die von oben herabhängen – nur an den Handgelenken festhalten. „Da braucht man nur einmal nicht richtig zupacken, dann hat das katastrophale Folgen“, sagt Krockauer.

Halsbrecherisch: Die „Tufyaev Troupe“.

Für die kommende Veranstaltung in etwas weniger als einem Jahr laufen bereits die Vorbereitungen. „Wir haben jetzt schon ein Riesenpaket an Bewerbungen und auch schon einige Verträge geschlossen.“

Krockauer verspricht: „Wir müssen und werden uns sehr intensiv um die Kasseler Show kümmern.“ Kassel sei das einzige Flic-Flac-Festival und stehe im Gegensatz zu den anderen bundesweiten Shows nicht unter einem Thema, bei dem Effekte, Kostüme und Storys viel ausmachten. „In Kassel braucht man wirklich ein Händchen.“

Flic-Flac-Manager Martin Krockauer.

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Von Nicole Schippers

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