Stein traf Opfer am Kopf

Entsetzen über den Täter auf dem Kaufhof-Dach: „Es ist Wahnsinn“

Blick vom Parkdeck des Kaufhofs auf den Opernplatz: Von hier wurden Steine auf Passanten im Bereich der Straßenbahnhaltestelle geworfen. Fotos:  Koch

Kassel. Die junge Frau wollte gerade ihre Freundin an der Haltestelle auf dem Opernplatz begrüßen, als der Stein sie am Kopf traf. 

„Der kam aus dem Nichts“, sagt die 19-jährige Schülerin aus Hofgeismar. „So etwas ist mir noch nie passiert.“

Es war am Montagabend um kurz nach 18.30 Uhr, als die junge Frau neben der Anzeigetafel der Tram-Haltestelle auf dem Opernplatz stand und von einem murmelgroßen Stein am Kopf getroffen wurde. „Ich habe einen Schmerz gespürt, aber nicht geblutet“, sagt die 19-Jährige. Ihre Freundin habe sofort die Polizei gerufen. Es habe keine fünf Minuten gedauert, bis eine Streife vor Ort gewesen wäre.

Nachdem sie von dem Stein getroffen worden war, habe sie auf das Dach der Galeria Kaufhof geschaut und gesehen, dass dort jemand stand. Sie habe aber nicht erkennen können, um wie viele Personen es sich handelte, sagt die 19-Jährige. Allerdings seien zu diesem Zeitpunkt noch mehrere Steine vom Dach in Richtung Haltestelle geflogen. Zudem habe sie mitbekommen, dass auch ein 14-jähriges Mädchen am Bein getroffen worden war. Deren Vater sei dann in den Kaufhof gelaufen und habe den Sicherheitsdienst über die Steinattacke vom Dach informiert.

Stephan Engel, Geschäftsführer der Galeria Kaufhof, ist froh, dass das Sicherheitskonzept am Montagabend in dem Kaufhaus gegriffen hat. Nachdem die Mitarbeiter von den Steinewürfen auf Passanten erfahren hätten, sei sofort reagiert worden. Die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes hätten zwei Verdächtige umgehend auf dem Dach gestellt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten, sagt Engel.

Von Schock erholen

„Es ist Wahnsinn, dass jemand Steine auf Passanten wirft“, sagt der Geschäftsführer. Jetzt sei es wichtig, dass die beiden Opfer nicht nur äußerlich wieder genesen, sondern sich auch von dem Schock erholen. „Schließlich sollen die beiden künftig nicht mit Angst und Schrecken durch die Innenstadt laufen“, sagt Engel.

Ihr sei noch schwindelig und sie spüre nach wie vor einen Druck auf dem Kopf, sagte die 19-Jährige am Dienstagvormittag über ihren Zustand. Auch wenn es sich bei dem Täter offenbar um einen Jugendlichen handele, sei es ein „Unding“, Menschen mit Steinen zu bewerfen. „Das ist gefährlich“, sagt die 19-Jährige. Es sei wahrscheinlich gut, dass sie und kein Kleinkind von den Steinen getroffen worden sei, sagt die junge Frau. Ein kleines Kind hätte vermutlich schwerere Verletzungen davon getragen.

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