Mehr Platz für Vereine

Nach jahrelangen Klagen zeichnet sich Ausbau der Hallennutzung in Kassel ab

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Kassel: Nach jahrelangen Klagen zeichnet sich Ausbau der Hallenkapazität ab

Neben dem Neubau der Task-Sporthalle zeichnet ich, nach jahrelangen Klagen, ein weiterer Ausbau der Hallennutzung ab. In der Unterneustadt soll eine neue Halle entstehen. 

Seit Jahren klagen die Kasseler Vereine über fehlende Sporthallen im Stadtgebiet. Für viele Angebote fehlen die Hallenzeiten (HNA berichtete). Nun zeichnet sich neben dem derzeit entstehenden Neubau der Task-Sporthalle hinter der Aueparkhalle ein weiterer Ausbau der Hallenkapazität ab.

Der Landkreis Kassel baut für seine Herderschule in der Unterneustadt nächstes Jahr eine neue Zwei-Felder-Halle, an der sich die Stadt finanziell beteiligen will. Im Gegenzug sollen die Kasseler Vereine die neue Halle nutzen können.

Oberbürgermeister Christian Geselle und Landrat Uwe Schmidt (beide SPD) verhandelten schon länger über die Pläne, sagt ein Stadtsprecher. Die Stadt werde für den Bau der drei Millionen Euro teuren Halle ein Grundstück im Erbbaurecht zur Verfügung stellen. Im Jahr 2021 soll die neue Halle eröffnen.

Neues Baugrundstück zwischen alten Hallen

Das Baugrundstück befindet sich zwischen der bereits bestehenden alten Schulturnhalle und dem Sportplatz des Casseler Sport Clubs (CSK) an der Jahnstraße. Dort befindet sich bislang eine Grünfläche.

Der Bau soll zunächst durch den Kreis finanziert werden. Weil es sich nicht um eine Sanierung, sondern um einen Neubau handelt, gibt es dafür keine Förderung aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP 2). Wie hoch der Betrag sein wird, den die Stadt für das Nutzungsrecht der Kasseler Vereine zahlt, ist noch Verhandlungssache.

Aufgrund von hohem Bedarf

Eigentlich hätte dem Landkreis für die Schule eine Einfeldhalle genügt, sagt ein Kreissprecher. Da es aber einen hohen Bedarf von Seiten der Kasseler Vereine gibt und das Grundstück ausreichend groß ist, hat man sich zum Bau einer Zwei-Felder-Halle mit 15.000 Quadtratmetern Nutzfläche entschieden. Dies biete den Kasseler Sportvereinen die Chance, für den Trainingsbetrieb wochentags im Anschluss an die Schulnutzung und für den Serienbetrieb am Wochenende Zeiten zu gewinnen, so ein Stadtsprecher. 

Die laufenden Arbeiten an der Drei-Felder-Halle für das Transfer- und Anwendungszentrum Sport (TASK-Halle), die von Universität Kassel und Stadt gemeinsam hinter der Aueparkhalle (Südstadt) realisiert wird, sollen im Frühjahr abgeschlossen sein. Diese Halle soll zu 60 Prozent den Vereinen offen stehen. Den Rest der Zeiten beansprucht die Hochschule.

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