Evangelische Bank

Neubau der Evangelischen Bank in Kassel zeigt immer mehr Konturen

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An der Baustelle der Evangelischen Bank in Kassel gibt es gute Fortschritte. Inzwischen hat das Gebäude an allen Seiten zugelegt.

An der Baustelle der Evangelischen Bank in Kassel gibt es gute Fortschritte. Inzwischen hat das Gebäude an allen Seiten zugelegt.

Vor einigen Monaten erinnerte die Evangelische Bank – beziehungsweise das, was von ihr übrig geblieben war – an der Fünffensterstraße an ein Gerippe. Ein Bauwerk, das nur noch aus Grundmauern bestand. Das hat sich seit einigen Wochen geändert. Mittlerweile hat das Gebäude an allen Seiten kräftig zugelegt.

Außenwände und Fensteröffnungen sind entstanden. „Wir sind im Prinzip mit dem Rohbau durch, das Richtfest ist für den 18. September geplant“, sagt Architekt Alexander Reichel. Das Budget von 30 Millionen Euro werde eingehalten.

So soll die neue Bank aussehen: Die Fassade besteht aus Naturstein.

Das Kasseler Architekturbüro Reichel Architekten ist im Jahr 2017 damit beauftragt worden, den Firmensitz von Deutschlands größter Kirchenbank zu erweitern und umzubauen. Bei seinem Entwurf sei es ihm darum gegangen, die städtebauliche Kante an der Fünffensterstraße zu schließen. Zudem sei es bei den Planungen wichtig gewesen, ressourcenschonend und C02-arm zu arbeiten, sagt Reichel. Deshalb habe man sich auch dazu entschieden, die drei Untergeschosse (Parkflächen), die alten Treppenhäuser und die Grundmauern nicht abzureißen. Um diesen alten Grundstock ist das neue Bankgebäude entstanden.

Nachhaltiges Bauen

„Wir legen Wert auf nachhaltiges Bauen“, sagt Matthias Zaremba, Abteilungsleiter der Bauorganisation bei der Evangelischen Bank. Deswegen würde der neue Komplex auch von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen zertifiziert.

Zu dem Gebäudekomplex wird auch das alte Arbeitsgericht am Ständeplatz (Baujahr 1958) gehören. Die Arbeiten in dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude seien so gut wie durch, sagt der Architekt. Davon sieht man allerdings noch nichts, weil das Gebäude noch umhüllt ist.

Seperater SB-Bereich

Verbunden werden das alte Arbeitsgericht und der Neubau um die alte Bank durch eine elf Meter hohe Halle aus Glas. Diese Verbindungshalle, die Alt und Neu zusammenfüge, sei Dreh- und Angelpunkt für den neuen Gebäudekomplex, sagt Reichel. Hier sollen später Veranstaltungen stattfinden. Die Halle ist über drei Zugänge, Seidlerstraße, Fünffensterstraße und Ständeplatz, erreichbar. 

Kunden, die Geld oder Auszüge aus der SB-Zone holen wollen, müssen nicht durch die Halle aus Glas. Für sie gibt es einen separaten Eingang am Ständeplatz. Im Erdgeschoss des Neubaus wird an der Ecke Fünffensterstraße/Garde-du-Corps-Straße ein gastronomischer Betrieb eröffnen. 

Hier können nicht nur die 380 Mitarbeiter der Bank, sondern auch alle anderen Menschen essen. Nach dem Richtfest im September soll übrigens damit begonnen werden, die Fassade aus Naturstein anzubringen. Gemeinsam mit der Stadt Kassel werde man auch den Ständeplatz neu gestalten. Acht neue Bäume sollen zudem gepflanzt werden.

Neureröffnung wahrscheinlich 2020

Und wann ist alles fertig? Reichel und Zaremba gehen davon aus, dass die Evangelische Bank mit einer Nutzfläche von 11.315 Quadratmetern im Frühsommer 2020 in der Innenstadt wieder eröffnen wird.

Bis dahin sind die Mitarbeiter der Bank in der ehemaligen Druckerei Schanze an der Kohlenstraße (Wehlheiden) und in einem Gebäude an der Fünffensterstraße untergebracht. Für beide Immobilien gebe es bereits Interessenten, sagt Zaremba. „Große Büroflächen in Kassel werden gesucht.“ 

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