Verwalter: "Kurzfristige finanzielle Krise"

Orangerie-Gastro ist insolvent - Betrieb geht aber normal weiter

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Logenplatz: Bei gutem Wetter ist die Café-Terrasse vor der Orangerie meist bestens besucht. 

Der Gastronomiebetrieb in der Orangerie am Rand der Karlsaue hat am Donnerstag beim Amtsgericht Kassel Insolvenz angemeldet. 

Kassel – Der Gastronomiebetrieb in der Orangerie am Rand der Karlsaue hat am Donnerstag beim Amtsgericht Kassel Insolvenz angemeldet. Die Geschäfte laufen aber normal weiter, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Carsten Koch (Kanzlei Westhelle & Partner): Die Perspektive sei gut, den Betrieb dauerhaft wieder zu stabilisieren.

Sämtliche gebuchten Feiern und geplanten Veranstaltungen würden wie vorgesehen stattfinden, betonte Koch. Auch die Bezahlung der insgesamt 58 Mitarbeiter sei gesichert, ebenso wie die der gastronomischen Lieferanten.

Die Geschäftsleitung habe noch rechtzeitig die Notbremse gezogen, sagte der Insolvenzverwalter nach erstem Überblick. Er sprach von einer „kurzfristig eingetretenen wirtschaftlichen Krise“, deren Ursache nicht im laufenden Gastro-Betrieb zu suchen sei.

Kassel: Orangerie hat Insolvenz angemeldet 

Die Orangerie wurde seit 2014 von Dominik Hübler geführt. Anfang November hat sich der 41-Jährige dort jedoch überraschend zurückgezogen und ist als Hoteldirektor zu den Häusern der „La Strada“-Gruppe in der Südstadt gegangen. In der Orangerie blieb er als Mehrheitsgesellschafter im Boot, die Geschäftsführung hatte er zuvor einem bisherigen Servicemitarbeiter übertragen.

Zur Ursache der Finanzprobleme sagte Hübler auf Anfrage der HNA, er habe in Folge privater Probleme „ein paar Dinge aus den Augen verloren“. An dem prominenten Gastronomiestandort, der von der Museumslandschaft Hessen Kassel verpachtet wird, hatte der gebürtige Allgäuer in den vergangenen fünf Jahren eine Vielzahl von Veranstaltungen wie Konzert- und Themen-Dinners organisiert.

Der Event-Kalender der Orangerie ist auch aktuell prall gefüllt. Insolvenzverwalter Koch setzt auf das Vertrauen der Gäste, damit das Angebot erhalten werden kann.

VON AXEL SCHWARZ

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