Eine Stadt macht Platz fürs Rad

„Kassel radelt“ läuft: 30 Straßenkilometer gehören den Radlern - alle Infos zum Ablauf

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Kassel radelt am Sonntag: Wir geben einen Überblick über Straßensperrungen und das Programm zum Radfahr-Event. (Symbolbild)

Die Aktion "Kassel radelt" läuft. 30 Kilometer sind für Autofahrer gesperrt. Hier gibt es alle Infos zu Ablauf, Sperrungen und Programm. 

Aktualisiert am 22.09.2019 - Wie die Stadt Kassel informiert, sollen Radfahrer besonders vorsichtig auf der Friedrich-Ebert-Straße unterwegs sein. Um mit den Rädern nicht in die Straßenbahnschienen zu geraten, empfehlen die Veranstalter, die ausgezeichneten Fahrradstreifen zu benutzen. Spezielle Schilder auf der Friedrich-Ebert-Straße warnen ebenfalls vor der Gefahr durch die Schienen. 

Weiterhin wird Teilnehmern die Fahrrichtung vom Auestadion in Richtung Bettenhausen empfohlen. Am Hirsoshima-Ufer, wo ab 11 Uhr das Familienfest stattfindet, wurden Radständer für über 1000 Fahrräder aufgestellt, um das sichere Abstellen der Räder zu gewährleisten. Der Fahrrad-Parkplatz befindet sich auf der Hessenkampfbahn, wie die Veranstalter mitteilen.

Bevor es los zum radeln geht, bietet die Frühsport-Aktion 06:30 ein Aufwärm-Training vor dem Auestadion an. Los geht es um 9.30 Uhr, das Training dauert 30 Minuten.

Laut Coach Joachim Rose wird es bei der 06:30-Aktion ein Ganzkörper-Warmup geben, das ganz im Zeichen von Radfahren steht. Die Teilnehmer sollen ein kleines Handtuch mitbringen, eine Matte brauchen sie nicht.

Kassel radelt: Radfahrer haben auf den Straßen freie Fahrt

Diesmal haben Radfahrer auf vielen Straßen im Stadtgebiet freie Fahrt. Auf einem Rundkurs von gut 30 Kilometern können sie von 10 bis 16 Uhr ungestört die Stadt erobern. Für Autos sind diese Straßen bereits ab dem frühen Morgen gesperrt.

Mit der Großveranstaltung „Kassel radelt“ gibt es eine Premiere. Erstmals organisiert die Stadt einen Tag für die ständig wachsende Gruppe der Radfahrer. Die setzten sich zuletzt lautstark für mehr und besser ausgebaute Radwege in Kassel ein. Von Unterschriftenlisten für einen Radentscheid über Raddemonstrationen reichten die Aktivitäten. 

Der Treffpunkt: Am Hiroshima-Ufer neben der Spitzhacke gibt es ein Familienfest.

Mit dem Aktionstag wolle man eine Forderung aus dem Katalog des Radentscheids umsetzen, sagt Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD). „Kassel radelt“ solle ein öffentlichkeitswirksamer Beitrag dazu sein, die Akzeptanz des Radverkehrs in der Stadt zu fördern.

Dafür haben die Organisatoren mit der Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Helfer einiges auf die Beine gestellt. Entlang des Rundkurses vom Auestadion Richtung Bettenhausen, Wolfsanger, Nordstadt, Rothenditmold und Vorderer Westen gibt es eine ganze Reihe von Aktionen und Rastmöglichkeiten. 

„Kassel radelt“: Wetter spielt wohl mit

Wer Teilstrecken des Rundkurses nutzen will, kann überall einsteigen. Falls man einen Platten oder einen anderen Defekt am Fahrrad hat, gibt es an mehreren Stationen Hilfe. Das Angebot am Sonntag richtet sich sowohl an sportliche Radfahrer als auch an Familien mit Kindern. Die dringende Aufforderung an alle Teilnehmer: Wer mitmachen will, sollte einen Fahrradhelm nutzen.

Offizieller Start ist um 10 Uhr am Auestadion. Von dort geht es wie beim Marathon in Richtung Waldau und Bettenhausen. Es gibt eine empfohlene Fahrtrichtung, auf den gesperrten Straßen kann man aber in beide Richtungen radeln.

Das Familienfest neben der Spitzhacke soll zum Treffpunkt werden. Hier gibt es bis 19 Uhr ein Programm mit Bühnenauftritten. Wie beim Sommernachts-Open-Air werden mobile Ständer für 1000 Räder an der Hessenkampfbahn aufgebaut.

Die Wetterprognose für „Kassel radelt“ ist richtig gut. Am Sonntag soll es nach einem kühleren Start angenehm warm, sonnig und trocken werden. Wegen des Auf- und Abbaus der Streckenabsperrungen ist von 7.30 Uhr bis 17.30 Uhr mit Behinderungen für den Autoverkehr zu rechnen.

Streckenposten sorgen für freie Fahrt

Den Startschuss bei „Kassel radelt“ geben Oberbürgermeister Christian Geselle und Verkehrsdezernent Dirk Stochla. Am Sonntag, 22. September, 10 Uhr, geht es vor dem Auestadion los. Dann sind 30 Kilometer Straßen im Stadtgebiet für Autos gesperrt. 

Rasten erwünscht: Am Rundkurs bei „Kassel radelt“ gibt es sechs Rastplätze mit Bewirtung und Serviceangeboten. Unser Archivfoto entstand beim Sattelfest in Fuldatal-Wilhelmshausen.

Die Strecke: Ähnlich wie beim Kassel Marathon können sich Radfahrer auf für sie gesperrten Straßen durch die Stadt bewegen. 160 Streckenposten sorgen für Orientierung und dafür, dass die Straßen an einigen Punkten überquert werden können. Polizei, Ordnungsamt und ein privater Sicherheitsdienst werden von 80 Freiwilligen unterstützt. Weitere 250 Helfer, Caterer Standbetreiber und Musiker sind zum Beispiel an den sechs Rastpunkten im Einsatz. 

Das Programm: An jedem der sechs Rastplätze entlang der Strecke gibt es Verpflegung, Infos und teilweise auch Service rund ums Fahrrad. Eine Bühne steht auf dem Gelände neben der Spitzhacke am Hiroshima-Ufer der Fulda. Hier findet ein Familienfest mit Musik und Unterhaltung statt. Um 14.30 Uhr gibt es eine Gesprächsrunde mit Oberbürgermeister Christian Geselle, Verkehrsdezernent Dirk Stochla und der Radbeauftragten Anne Grimm zum Thema Radverkehr. Vom Stand-up-Paddling bis zum Auftritt von Dark Vadder reicht das Programm.

Die Übergänge: Entlang der Strecke gibt es mehrere Stellen, an denen Ordnungskräfte Übergänge ermöglichen: Leipziger Straße/Sandershäuser Straße, Ihringshäuser Straße/Fuldatalstraße (Weserspitze), Holländische Straße/Mombachstraße. Fiedlerstraße/Bunsenstraße/Eisenschmiede, Friedrich-Ebert-Straße/Querallee, Rathenauplatz/Wilhelmshöher Allee, Wilhelmshöher Allee/Querallee. 

Service: Taschenpläne mit der genauen Streckenführung gibt es im Rathaus und unter kassel.de/kasselradelt. Durch die Absperrungen sollte es auch ohne Karte keine Orientierungsprobleme geben. Um besondere Vorsicht bittet die Stadt Kassel im Streckenabschnitt der Friedrich-Ebert-Straße. Da hier die Straßenbahnschienen im Bereich der Fahrbahn liegen, wird darum gebeten, den Radfahrstreifen zu benutzen.

Codierung und Westen: Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) bietet am Hiroshima-Ufer eine Fahrradcodierung als Diebstahlschutz an. Informationen und Anmeldung unter fahrradcodierung-kassel.de Warnwesten für Kinder verteilen Mitarbeiter des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes ab 10 Uhr neben dem Stand der Verkehrswacht am Rastplatz Sudhaus (siehe Grafik). Hier können die Westen auch individuell bemalt werden. Danach geht es dann gut sichtbar auf die Piste.

"Kassel radelt": Das ändert sich am Sonntag im Busverkehr

Durch die Veranstaltung „Kassel radelt“ gibt es am Sonntag, 22. September, Einschränkungen beim Busangebot der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG). Auf die Straßenbahnen wirken sich die Straßensperrungen nicht aus. 

Hier die Änderungen in den Stadtteilen Unterneustadt, Waldau, Südstadt, Bettenhausen: Die Buslinie 10 fährt von 9 bis 17.30 Uhr nur teilweise durch die Wohnstadt Waldau. Die Haltestellen „Breslauer Straße“, „Liegnitzer Straße“ und „Waldemar-Petersen-Straße“ werden nicht angefahren. Die Ersatzhaltestelle „Nürnberger Straße“ befindet sich auf Höhe der Kreuzung Nürnberger und Breslauer Straße. Die Linie 12 verkehrt von Betriebsbeginn bis etwa 17 Uhr nur bis Waldau, die Haltestellen „Kasseler Straße“ und „Messhallen“ entfallen. Die erste Fahrt nach dem regulären Linienweg erfolgt ab „Leipziger Platz“ um 17.02 Uhr Richtung Bahnhof Wilhelmshöhe. 

Die Linie 16 fährt ganztags zwischen Rothenberg und Königsplatz. Zwischen Auestadion und Orangerie wird ein Pendelverkehr eingerichtet. Die Haltestellen „Staatstheater“, „Altmarkt“ und „Am Stern“ entfallen. 

Die Linie 29 startet und endet von 9 bis 17 Uhr nicht am Leipziger Platz, sondern am Platz der Deutschen Einheit. Die Linien 31 und 32 fahren von 9 bis 17 Uhr nicht zwischen Salzmannshausen und Sandershäuser Straße, sondern ohne Halt über „Dresdener Straße“. 

Die Linie 37 fährt von 9 bis 17 Uhr ab Lohfelden „An der Brücke“ als Linie 35 nach „Kaufungen-Papierfabrik“ über „Lindenberg“. Der Abschnitt „An der Brücke“ bis „Platz der Deutschen Einheit“ wird in dieser Zeit nicht bedient. 

Wesertor, Wolfsanger: Die Linie 26 fährt von 9 bis 17 Uhr ab „Wolfsgraben“ zu „Hasenhecke/Ihringhäuser Straße“ mit Übergang zu den Trams 3 und 6. Aufgrund der Baustelle „Grenzweg“ in Wolfsanger bittet die KVG die Fahrgäste, den geänderten Linienweg zu beachten. Der ist mit Aushängen in der Haltestelle veröffentlicht. 

Nord-Holland, Rothenditmold: Die Buslinie 10 wird von 9 bis 17 Uhr ab „Witzenhäuser Straße“ zu „Rothenberg“ umgeleitet. 

Die Linie 100 fährt von 9 bis 17 Uhr zwischen „Holländische Straße“ und „Bahnhof Wilhelmshöhe“ über die Haltestelle „Harleshausen“. 

Kirchditmold, Harleshausen, Vorderer Westen, Wehlheiden: Die Linie 10 verkehrt von 9 bis 17 Uhr als Pendelbus zwischen „Ahnatalstraße“ und „Rasenallee“. 

Die Linie 11/110 fährt von 9 bis 16.30 Uhr zwischen „Bahnhof Wilhelmshöhe“ und „Teichstraße“ über „Heßbergstraße“. „Bundessozialgericht“ und „Dag-Hammarskjöld-Straße“ entfallen. 

Die Linie 500 fährt von 9 bis 17 Uhr auf direktem Weg von „Auestadion“ zu „Bahnhof Wilhelmshöhe“.

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