Mitarbeiter ziehen im Sommer 2020 ein

Evangelische Bank Kassel wird dank imposanter Empfangshalle ein Hingucker - Richtfest gefeiert

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Die Firmenzentrale nimmt Konturen an: Im Sommer 2020 wird die Evangelische Bank in ihren umgebauten Hauptsitz an der Fünffensterstraße/ Ecke Ständeplatz ziehen.

Die neue Zentrale der Evangelischen Bank in Kassel nimmt Gestalt an - und wird einmal ein echter Hingucker. Am Mittwoch fand das Richtfest statt. 

Kassel – Ein Hingucker ist die filigrane Betonkonstruktion, die das ehemalige Arbeitsgericht am Ständeplatz mit dem alten Bankstandort verbindet. Der elf Meter hohe Verbindungsbau aus goldgelben Sichtbeton wird verglast und soll später für öffentliche Veranstaltungen nutzbar sein.

Exakt heute vor einem Jahr hatte ein Bombenfund auf der Baustelle das Großprojekt ins Stocken gebracht. Die Folge war eine Bauverzögerung von drei bis vier Monaten, weil die Bauarbeiter ab diesem Zeitpunkt besonders vorsichtig vorgehen mussten. Ansonsten habe es aber bislang keine größeren Probleme gegeben, berichtet Vorstandsvorsitzender Thomas Katzenmayer.

Evangelische Bank Kassel: Mitarbeiter sollen im Sommer 2020 einziehen

Er ist guter Hoffnung, dass die 380 Mitarbeiter der Bank im Sommer 2020 in den Neubau ziehen können. Während der Bauphase arbeitet ein Großteil der Kollegen in der ehemaligen Druckerei Schanze an der Kohlenstraße in einem Ausweichquartier.

Trotz des Bombenfundes geht Vorstandsmitglied Joachim Fröhlich davon aus, dass sich die Investition um die im Vorfeld kalkulierten 30 Millionen Euro bewegen wird. Man habe mit einem Puffer geplant.

Verbindet die Gebäudeteile: Die neue Eingangshalle wird von einer filigranen Betonkonstruktion getragen.

Die neue Bankenzentrale wird durch die Verbindung mit dem denkmalgeschützten 50er-Jahre-Bau am Ständeplatz imposante Ausmaße annehmen. Der sechsgeschossige Bau ist 96 Meter lang, 32 Meter breit und 26 Meter hoch. Er bietet eine Nutzfläche von 11 300 Quadratmetern. Am alten Standort stand nur etwa die Hälfte der Bürofläche zur Verfügung.

Kassels Stadtbaurat Nolda: Bau wird stilprägend für die Stadt sein

Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) verwies beim Richtfest darauf, dass der Umbau nicht nur eine Verbesserung für die Mitarbeiter mit sich bringe. Der von Reichel Architekten aus Kassel entworfene Bau werde eine stadtbildprägende Wirkung haben. „Das ist ein opulentes Gebäude mit einer tollen Halle“, sagte Nolda. Reichel Architekten hatte sich mit ihrem Entwurf bei einem Wettbewerb durchgesetzt.

Nolda lobte zudem, dass das Betonskelett des Altbaus nicht abgerissen, sondern in das Neubaukonzept eingebunden wurde. Dies sei ressourcenschonend. Das Gebäude soll von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifiziert werden.

Nachdem die Rohbauarbeiten nun abgeschlossen sind, geht es in den kommenden Wochen mit dem Einbau der Fenster und der Verkleidung der Fassade mit hellem Naturstein weiter. Spätestens im Frühjahr soll die Gesamtwirkung des Komplexes gut erkennbar sein.

In der gläsernen Eingangshalle ist der Einbau eines Raumes der Stille geplant. Eine klassische Filiale wird es dort nicht geben. Vermutlich werde am Standort aber ein SB-Bereich installiert, sagte ein Sprecher der Bank.

Wenn der Umzug der Mitarbeiter von der Kohlenstraße in die Innenstadt abgeschlossen ist, soll der freigewordene Banksitz vermietet werden. Es gebe bereits mehrere Interessenten, aber noch keine Entscheidung.

Evangelische Bank in Zahlen: Für den Bau wurde viel bewegt

  • 23 Gewerke sind auf der Baustelle der Evangelischen Bank tätig.
  • 600 Tonnen Stahl wurden verbaut.
  • 1900 Kubikmeter Beton wurden aus dem Altbaubestand entfernt.
  • 5000 Kubikmeter Beton wurden für die neu gebauten Gebäudeteile benötigt. Dies entspricht knapp 1000 Lkw-Ladungen.
  • 14.500 Kubikmeter Erdaushub waren für den Neubauteil nötig.

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