Geldbuße von 10.000 Euro

Schuss aus Fenster am Altmarkt Kassel: Diensthund spürte Waffe auf

Kassel. Ein Schuss aus dem Fenster eines Hochhauses am Altmarkt sorgte am Samstag gegen 20.30 Uhr für einen Polizeieinsatz. Ein Zeuge hatte den Vorgang beobachtet und die Polizei alarmiert.

Nachdem die Wohnung lokalisiert worden war, so Polizeisprecher Matthias Mänz, verschaffte sich ein Notinterventionsteam der Polizei unter erhöhter Schutzausstattung Zutritt zu der Wohnung und nahm dort vorläufig fünf Personen fest, darunter den Wohnungsinhaber. Zunächst hätten alle fünf Personen bestritten, eine Waffe zu besitzen beziehungsweise einen Schuss aus dem Fenster abgegeben zu haben. Bei der Durchsuchung der Wohnung, bei der auch ein Sprengstoffspürhund zum Einsatz kam, wurde die versteckte Pistole vom Diensthund aufgespürt.

Es handelte sich bei der offenkundig erst kürzlich abgefeuerten Waffe um eine Schreckschusswaffe, für die man einen kleinen Waffenschein benötigt, so der Polizeisprecher. „Das Schießen mit solchen Waffen außerhalb von Schießstätten ist ohnehin nach dem Waffengesetz grundsätzlich verboten und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Geldbuße bis zu 10.000 Euro geahndet werden kann.“

Bei den Ermittlungen geriet einer der Männer, ein 21-Jähriger aus Vellmar, als mutmaßlicher Waffenbesitzer und Schütze in Verdacht. Da er nicht den erforderlichen Waffenschein vorweisen konnte, leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen unerlaubten Führens von Schusswaffen gegen ihn ein und brachten ihn zur Dienststelle. Der Mann stritt allerdings ab, den Schuss abgefeuert zu haben. Später wurde er wieder entlassen. Die Schreckschusswaffe wurde sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.

Rubriklistenbild: © Koch

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