Vertrauen und Bereitschaft zur Solidarität gefragt

Kassel soll Ort für erste europäische Bürgerbegegnung werden

Hohe Zustimmung: Mehr als zwei Drittel der EU-Bürger und 75 Prozent der Deutschen sind laut Eurobarometer der Ansicht, dass ihr Land von der EU profitiert. Foto:  Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Kassel. Mitten in Deutschland, mitten in Europa soll die Stadt Kassel der Ort für die erste europäische Bürgerbegegnung werden.

Vier Tage lang wollen sich vom 15. bis 18. November dieses Jahres Bürger, Institutionen, Vereine und Verbände in Kassel treffen, um Ideen zu entwickeln, wie die Probleme der europäischen Gemeinschaft zu lösen sind. Es geht darum, dass Europa „viel mehr als bisher von unten wachsen muss“, sagt Mitinitiator Professor Dr. Hermann K. Heußner. Es reiche nicht mehr aus, wenn sich Politiker treffen, die Wirtschaft zusammenarbeitet, Partnerschaften von Städten, Schulen und Universitäten ein Kennenlernen ermöglichen und touristische Reisen uns andere Länder und Kulturen nur vermeintlich näher bringen würden. „Die Bürger müssen zusammenfinden, um die Einheit Europas zu bewahren und weiter zu gestalten“, ist Heußner überzeugt, der an der Hochschule Osnabrück Öffentliches Recht und Recht der Sozialen Arbeit lehrt.

Jahrzehntelang brachte das vereinte Europa seinen Bewohnern Frieden und Wohlstand. Heute steht die Europäische Union vor enormen Herausforderungen: Staatsschuldenkrise, Arbeitslosigkeit, Klimawandel, Flüchtlinge, Digitalisierung, der Ausstieg Großbritanniens und Rechtspopulismus in mehreren Ländern. Die Initiatoren, zu denen auch die Europa-Union und die Bürgerinitiative „Pulse of Europe“ zählen, sind überzeugt: Wenn die Menschen in Europa sich besser kennenlernen, „dann entsteht Vertrauen und Bereitschaft zur Solidarität.“

Die Vorbereitungen für das Treffen, das von der Kasseler Sparkasse finanziell gefördert wird, laufen auf Hochtouren. Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) hat die Schirmherrschaft übernommen. Das Ziel sei, die Begegnung alle zwei Jahre zu einer festen Einrichtung in Kassel werden zu lassen. „Sozusagen ein europäischer Hessentag“, sagt Heußner.

Der 1961 ins Leben gerufene Hessentag hatte das Ziel, Alteingesessene, Flüchtlinge und Heimatvertriebene sowie die unterschiedlichen Landsmannschaften, die durch die Siegermächte 1945 zum Land Hessen zusammengefasst worden waren, zusammen zu bringen. Das zu erreichen, sei auch für Europa wichtig, erklärt Heußner.

Gesucht sind jetzt Menschen, die sich mit Rat und Tat oder Geldspenden beteiligen wollen, als Dolmetscher mitarbeiten möchten oder ein Privatquartier für Teilnehmer aus anderen Ländern zur Verfügung stellen können.

Kontakt: Europa-Union Kassel, Vorsitzender Professor Dr. Hermann K. Heußner, Breitscheidstraße 51, 34119 Kassel, Telefon: 0561/18825, Email: kassel@eu-hessen.de 

Spendenkonto: IBAN: DE 46 5205 0353 0203 0018 77 bei der Kasseler Sparkasse, Stichwort: „Bürgerbegegnung 2018“ 

Homepage: www.europa-union-kassel.de/buergerbegegnung-2018/

Facebook: www.facebook.com/eukassel

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