"Mensch, fahr grün" statt "Mensch, fahr fair"

"Neuer Stern am Kunsthimmel" - Unbekannter designt Plakate und hängt sie an NVV-Haltestelle auf

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Kreative Idee: Ein Unbekannter hat eigene NVV-Plakate entworfen.

Unechte Plakate mit Werbung für den NVV sorgen derzeit für Belustigung beim NVV. Jetzt hat sich der unbekannte Künstler gemeldet. 

Ein Hund und eine Katze sitzen in einem Wartehäuschen. Über ein selbst gebasteltes Dosentelefon fragt der Hund die Katze: „Du bist wohl auf den Hund gekommen?“ – so zu sehen zumindest auf einem Plakat, das seit einigen Tagen an der Außenwand der Haltestelle Weinberg hängt.

Als Steffen Müller, NVV-Geschäftsführer, dieses Plakat allerdings entdeckt, stutzt er kurz. Irgendwie kommt ihm das Motiv so gar nicht bekannt vor, obwohl das Plakat täuschend denen der Kampagne seines Unternehmens ähnelt. 

Der Grund fällt zumindest dann auf den zweiten Blick ins Auge: Unter dem Motto „Mensch, fahr fair“ wirbt der NVV für mehr Rücksichtnahme im öffentlichen Nahverkehr. Auf dem Plakat steht jetzt nicht mehr „Mensch, fahr fair“, sondern „Mensch, fahr grün“.

Thematisch passend gab es im September eine Europäische Mobilitätswoche.  

Unbekannter entwirft drei Plakate und hängt sie an NVV-Haltestelle auf

Ein Unbekannter hat drei Plakate entworfen, die er rund um die Haltestelle angebracht hat. Eins fiel dann dem NVV-Geschäftsführer ins Auge. Im Text unter dem Motiv heißt es unter anderem mit leicht ironischem Unterton: „Wir unterstützen die Verkehrswende und einen nachhaltigen Lebensstil, indem wir den öffentlichen Nahverkehr nutzerfreundlicher gestalten. Hierfür hat die NVV erst im Juli ein neues System eingeführt welches in Echtzeit über Anschlüsse informiert. 

Initiative für besseres Warteerlebnis

Mit unserer Initiative für ein verbessertes Warteerlebnis leisten wir einen wertvollen Beitrag für weniger Auto- und mehr Tramverkehr. Bitte nutzen Sie unsere Lärmschutz- und Unterhaltungsangebote an den Haltestellen (...).“

Der NVV findet die Aktion ganz witzig, so Sabine Herms, Sprecherin des NVV. Deshalb hat das Unternehmen jetzt auf Facebook und Instagram nach dem „neuen Stern am Kasseler Kunsthimmel“ gesucht und ist fündig geworden. 

„Tatsächlich hat sich jemand gemeldet und mit dem wollen wir uns jetzt treffen“, bestätigt Herms. Man sei vor allem interessiert, welche Intention hinter der Aktion stecke. Konsequenzen braucht der Künstler daher nicht zu befürchten. 

Im August startete die NVV zudem eine Bild Kampagne auf ihren Trambahnen. Sie soll für mehr Respekt, vor Rettungskräften, werben.   

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