Voting via Facebook 

Kasseler bewirbt sich für Hundeschlittenrennen Fjällräven Polar

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Flott unterwegs: Das Archivfoto zeigt ein internationales Schlittenhunderennen im Schwarzwald. Ob Niko Siebert an dem Rennen in Norwegen teilnehmen kann, entscheidet das Voting, das noch bis zum 15. Dezember läuft.

Kassel. 300 Kilometer mit Schlittenhunden bei bis zu minus 25 Grad durch die schneebedeckte skandinavische Polarwüste zu fahren, wäre für die meisten wohl entschieden zu kalt.

Für Niko Siebert aus Kassel ist der arktische Tripp hingegen ein großer Traum, den er sich im nächsten Jahr unbedingt erfüllen möchte. Der 34-Jährige hat sich für die Teilnahme am „Fjällräven Polar“ im April beworben. Sollte er am Rennen teilnehmen, möchte er den materiellen Gegenwert an den deutschen Kinderhospizverein spenden.

„Der eigentliche Reiz ist für mich, dass an dem Rennen so viele Menschen aus anderen Ländern und Kulturen teilnehmen, die keinerlei Erfahrungen mit solchen Rennen haben“, sagt Siebert. Der gelernte Physiotherapeut war lange Zeit für MT-Melsungen tätig und hat heute eine eigene Praxis. Über die Bewerbung hat er schon länger nachgedacht. Als er vor zwei Jahren mit seiner Frau und seinen beiden Kindern im Urlaub in Garmisch-Partenkirchen war und abends auf das Youtube-Video des Veranstalters stieß, war es um ihn geschehen. „Zuerst hatte ich bedenken, die mir meine Freunde aber ausgeredet haben.“ So eine Chance bekomme man nur einmal im Leben.

Zur Vorbereitung setzt er auf Ausdauer- und Krafttraining: „Man muss in guter gesundheitlicher Verfassung sein. Momentan gehe ich mit Freunden regelmäßig klettern.“ Denn das Rennen ist anstrengend für Mensch – und Tier. Neben der Ausrüstung und Verpflegung stellt der Veranstalter selbstverständlich die Schlittenhunde für das Rennen. Auch die Lagerplätze sind vorgegeben. „Etwa 60 Kilometer muss man am Tag schaffen,“ sagt Siebert. Und wenn es einmal zu anstrengend wird? „Dann muss man die Zähne zusammenbeißen und das Ganze trotzdem durchziehen.“

Ein Motto, das zum Leben von Niko Siebert passt. „Wenn ich alt bin, möchte ich nicht in einem Schaukelstuhl sitzen und all die Dinge bereuen, die ich nicht erlebt habe“, sagt der 34-Jährige und lacht.

Flott unterwegs: Das Archivfoto zeigt ein internationales Schlittenhunderennen im Schwarzwald. Ob Niko Siebert an dem Rennen in Norwegen teilnehmen kann, entscheidet das Voting, das noch bis zum 15. Dezember läuft.

Bevor er das Abenteuer „Fjällräven Polar“ angehen darf, muss sich Niko Siebert einer Abstimmung stellen. Die läuft noch bis zum 15. Dezember. In seiner Bewerbung auf der Homepage des Veranstalters stellt er sich mit einem kurzen Text und Fotos vor. Wer ihn unterstützen will, kann sich dort mit dem eigenen Facebook-Account anmelden und dann voten. Damit ist garantiert, dass jeder nur einmal abstimmt.

Wie viele „Klicks“ er am Ende genau braucht, weiß Siebert nicht. „Es kommt ja darauf an, wie viele Menschen insgesamt abstimmen.“ Daher rührt er derzeit kräftig die Werbetrommel, um seinen Traum verwirklichen zu können. „Wer keinen Facebook-Account hat, kann das ja trotzdem weitererzählen“, sagt er.

Hier kann man sofort unter polar.fjallraven.com für Niko Siebert abstimmen.

Das "Fjällräven Polar" Rennen 

„Fjällräven“ – das heißt übersetzt passenderweise „Polarfuchs“ – ist ein über 300 Kilometer langes Hundeschlittenrennen von Nordnorwegen bis zum schwedischen Teil Lapplands. Ausrichter ist ein schwedisches Unternehmen, das auf Outdoor-Ausrüstung spezialisiert ist. Fünf Tage lang sind die Teilnehmer, allesamt Laien im Umgang mit dem Hundeschlitten, nördlich des Polarkreises unterwegs. Auf ihrer Expedition von Signaldalen bis nach Väkkäräjärvi werden die Teilnehmer von erfahrenen Guides begleitet – und 100 Hunden. Bevor sie das Abenteuer „Fjällräven Polar“ angehen dürfen, müssen sie sich einer Abstimmung stellen. Die läuft noch bis zum 15. Dezember. Auf der Homepage des Veranstalters müssen sich die Teilnehmer zudem mit Text, Foto oder Video vorstellen. Zwei Bewerber aus Deutschland können am Hundeschlittenrennen teilnehmen. Derjenige, der im Voting die meisten Stimmen erhält, ist auf jeden Fall dabei. Denn zweiten Teilnehmer wählt eine Jury anhand der Bewerbungen aus. 


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