Intelligentes Fitnessband soll 2020 auf den Markt kommen

Kasseler entwickeln Sportgerät für alle Fälle

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Einfaches Sportgeräte bietet viele Einsatzmöglichkeiten: Stefan Weiß entwickelt mit „Straffr“ ein intelligentes Fitnessband samt zugehöriger App.

Es passt in jede Tasche, ist für das Ganzkörpertraining geeignet und gibt dem Nutzer dank Sensoren eine unmittelbare Rückmeldung zum Übungserfolg.

Drei ehemalige Studenten der Uni Kassel haben sich mit ihrem Start-up „Straffr“ selbstständig gemacht. Dahinter verbirgt sich ein intelligentes Fitnessband, das mithilfe einer zugehörigen App vielseitig einsetzbar ist. 2020 soll es auf den Markt kommen.

Das junge Unternehmen sitzt im Inkubator der Universität Kassel an der Gottschalkstraße – der Gründerschmiede der Hochschule. Die Wirtschaftsingenieure Stefan Weiß und Hanno Storz haben sich mit dem Elektrotechniker Torben Hellmuth zusammengetan, um ihr Produkt bis zur Marktreife zu entwickeln. Dafür haben sie ein Exist-Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums erhalten.

Sensoren im Silikonband

Die Idee für das Fitnessband kam Stefan Weiß, als er während eines Firmenpraktikums viel Zeit in Hotelzimmern verbringen musste. „Bei schlechtem Wetter sind die sportlichen Möglichkeiten dort begrenzt“, sagt Weiß. Also nahm er Fitnessbänder mit im Gepäck, von denes es bereits einige am Markt gibt. „Mich störte, dass ich nie ein Feedback bekam, ob ich die Übungen auch korrekt ausführte und wie erfolgreich mein Training war“, sagt der 27-Jährige.

So entstand die Idee, ein elastisches Fitnessband zu entwickeln, das den Nutzer dank einer zugehörigen App mittels Videos anleitet und ihm direkt eine Rückmeldung gibt. Dies geschieht über Sensoren, die sich einmal durch das ganze Silikonband ziehen. Der Nutzer erhält auf seinem Smartphone eine Auswertung, wie lang und effektiv er trainiert und welche Fortschritte er macht. Dazu registriert das Programm die Wiederholungszahl, die Geschwindigkeit und die aufgewendete Kraft.

Noch dazu sei das Fitnessband vielseitig einsetzbar, sagt Weiß. Mit Unterstützung von Kasseler Physiotherapeuten haben die Jungunternehmer 50 Übungen entwickelt, die sich mit dem zwei Meter langen Band machen lassen. „Viele unterschätzten dessen Trainingsmöglichkeiten. Das beschränkt sich nicht auf Bauch, Beine, Po“, so Weiß.

Probanden testen Prototyp

Das Band lasse sich bis auf die dreifache Länge dehnen. Der Nutzer kann in der App auswählen, welche Art von Training er machen möchte. So sind Kräftigungs-, Dehn- und Mobilitätsübungen möglich. Arme, Beine, Schultern, Rumpf, Rücken und Brust: Fast der ganze Körper kommt dabei zum Einsatz.

Demnächst werden Band und App, von denen es Prototypen gibt, mit Probanden getestet. Die Suche nach Investoren ist angelaufen. Verhandlungen mit Lieferanten und Produzenten laufen. „Anfang 2020 planen wir den Verkaufsstart“, sagt Weiß. Das Band solle für unter 100 Euro zu haben sein.

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