Ausschuss-Vorschlag

Kasseler Königsstraße soll Anti-Terror-Sperren bekommen

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Die Stadt soll prüfen, ob und wo an der Königsstraße stationäre Sperren eingebaut werden.

Kassel. Um Terroranschläge mit schweren Fahrzeugen zu verhindern, die in Menschenmengen gelenkt werden, will die Stadt Kassel den Einbau von stationären Sicherheitssperren in der Königsstraße prüfen lassen.

Nach den Anschlägen in Nizza, Berlin und Barcelona soll in Kassel nun über feste Anti-Terror-Poller oder andere Sicherheitstechniken in der Königsstraße nachgedacht werden, um die Besucher von Großveranstaltungen wie der documenta oder den Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone besser schützen zu können.

Bei den Überlegungen soll die Stadt keine Zeit verlieren. Nach den am Dienstagabend im Stadtentwicklungsauschuss gefassten Beschluss soll der Magistrat dazu aufgefordert werden, den Einbau stationärer Sicherheitstechnik bereits im Zuge der laufenden Bauarbeiten in der Königsstraße zu prüfen. Und diese sollen, wie angekündigt, gleich nach der am 17. September endenden documenta wieder aufgenommen werden – und zwar vom Königsplatz aus in Richtung Obere Königsstraße.

Mit welcher Technik und an welchen Orten die Kasseler Königsstraße am besten gegen Anschläge mit Lastwagen oder anderen Fahrzeugen geschützt werden könnte, soll die Prüfung zeigen. Aussagen müssen auch dazu getroffen werden, was der Einbau stationärer Anlage kosten würde.

Bislang setzt die Stadt Kassel bei Großveranstaltungen mobile Betonsperren ein, so auch bei der documenta 14. Auch diese verursachen erhebliche Kosten. Für die Miete der Betonabsperrungen am Friedrichsplatz beantragte der Magistrat kürzlich eine Mehrausgabe von rund 30.000 Euro, weil die im Haushalt dafür vorgesehenen 62.100 Euro nicht reichten. Mehrkosten von rund 25.000 Euro fielen auch durch den Kauf von acht Betonpollern an, die während der documenta als Fahrzeug-Blockier-System die Zufahrt von der Unteren Karlsstraße zum Friedrichsplatz einschränken.

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