Bis zum 30. Dezember hat er geöffnet

Kassels Weihnachtsmarkt will nach oben

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Schneewittchen für den Christbaum: Das gibt es bei Carina Rodewald.

Kassel. Die Zahlen sprechen für sich: 600 Tannenbäume auf drei Plätzen, 80 Zentner Tannengrün und zwei Kilometer Lichterketten sollen dafür sorgen, dass der Kasseler Weihnachtsmarkt auch in diesem Jahr für die Besucher unvergesslich schön wird.

Man hoffe, dass an den 37 Tagen, an denen der Markt bis zum 30. Dezember geöffnet hat (an Weihnachten sind die Buden dicht) über 2 Millionen Besucher kommen, sagte Andreas Bilo, der als Geschäftsführer von Kassel Marketing erstmals für den Märchenweihnachtsmarkt verantwortlich ist, am Montagabend bei der Eröffnung.

Bertram Hilgen, der seinen letzten Weihnachtsmarkt als Oberbürgermeister eröffnete, gab Bilo gleich einen weiteren „Kampfauftrag“ mit auf den Weg. Laut Fachpresse steht Kassel unter den 2500 Märkten in Deutschland auf Rang 33. Bilo und seine Kollegen sollen dafür sorgen, dass Kassel unter die besten fünf Märkte komme, sagte Hilgen.

Um den Markt mit seinen 125 Ständen, für die es 260 Bewerber gab, noch attraktiver zu gestalten, habe man im Vorfeld mit den Schaustellern viele Gespräche geführt, sagt Andrea Behrens, die bei Kassel Marketing für das Konzept des Marktes zuständig ist. Da das Thema Märchen ein besonderes Merkmal des Marktes sei, habe man daraufhin gearbeitet, dass die Bewerber dies verstärkt beherzigen. „Bei diesem Thema hat es einen unheimlichen Ruck gegeben“, sagt Behrens.

So hat zum Beispiel ein Schmuckhändler das Konterfei des Sterntalers auf seinen Stand gebracht. Die „Schwäbichen Brotbäcker“ auf dem Königsplatz haben nicht nur ihren Stand mit den Motiven des Grimm-Märchens „Die sieben Schwaben“ bemalt, sondern die Mitarbeiter kostümieren sich auch entsprechend.

Schneewittchen ist überall

An vielen Ständen tummeln sich zudem Zwerge, die einfach nicht von „Schneewittchen“ wegzudenken sind. Das Märchen über die Königstochter mit den Haaren wie aus Ebenholz und der bösen Stiefmutter ist in diesem Jahr Motto des Weihnachtsmarktes.

Das haben sich auch Joachim Rodewald und seine Familie zu Herzen genommen: In ihrer Bude auf dem Friedrichsplatz gibt es erstmals Märchenfiguren als Christbaumschmuck. Alles handgemacht. Das hat natürlich auch seinen Preis: Schneewittchen und die sieben Zwerge kosten 129 Euro. Günstiger kommt man davon, wenn man sich für „Sterntaler“ oder den „Gestiefelten Kater“ entscheidet. Die kosten nur 29,90 Euro, dafür bekommt man aber auch nur eine Figur.

Glühwein ab 2,50 Euro

Apropos Kosten: Der Preis für einen Glühwein sei mit 2,50 bis 3 Euro stabil geblieben, sagt Behrens. Neben den Klassikern wie Bratwurst und Speckkuchen gebe es in diesem Jahr auch viele regionale Spezialitäten, mit denen sich die Besucher auf dem Markt stärken können: Ahle Wurscht, Wildschweinbratwurst aus dem Habichtswald und Weckewerk. Ob das nach dem Geschmack von Schneewittchen wäre?

Der Kasseler Märchenweihnachtsmarkt auf dem Opern-, Friedrichs- und Königsplatz dauert bis zum 30. Dezember. Die Stände haben außer vom 24. bis 26. Dezember täglich von 11 bis 20 Uhr (Gastronomie bis 22 Uhr) geöffnet.

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