Stadtverordnete diskutierten über documenta-Kunstwerk

Kein Bürgerentscheid zum Obelisken in Kassel

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Weiter in der Diskussion: Der Obelisk auf dem Kasseler Königsplatz.

Kassel. Die Zukunft des Obelisken wird kein Thema eines Bürgerentscheids. Entsprechende Anträge wurden am späten Montagabend in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung mehrheitlich abgelehnt.

Die AfD hatte ein Vertreterbegehren ins Spiel gebracht, ebenso die beiden Stadtverordneten Thorsten Burmeister und Matthias Nölke von der FDP, deren gesonderter Antrag den Zusatz erhielt, ein solches Vertreterbegehren an einem bestimmten Termin abzuhalten.

Dem AfD-Antrag stimmte neben der AfD lediglich der fraktionslose Dr. Bernd Hoppe zu. Der Antrag der beiden FDP-Stadtverordneten erhielt die Stimmen der CDU, AfD und der neuen Fraktion, die aus FDP, Freien Wählern und Piraten besteht. Allerdings reichte dies nicht aus für eine Mehrheit. Damit werden die Bürger nicht direkt in den Entscheidungsprozess um die Zukunft des documenta-Kunstwerks einbezogen.

Hitzige Debatte um den Obelisken in Kassel

Zuvor war eine teils hitzige Debatte vorausgegangen, in dem sich Vertreter der SPD-Fraktion und der Grünen für den Verbleib des Obelisken in Kassel aussprachen. Dr. Günther Schnell (SPD) sprach vom Holländischen Platz als geeigneten Standort, Dieter Beig (Grüne) sah den Königsplatz auch nicht als gesetzt an. Kulturdezernentin Susanne Völker machte noch einmal klar, dass der Kontakt zu documenta-Künstler Olu Oguibe derzeit nur einseitig sei.

Für Empörung sorgte die AfD mit Anschuldigungen gegen Spender für den Obelisken – darunter die cdw-Stiftung. Nach der Einberufung des Ältestenrates und einer Sitzungsunterbrechung kam es schließlich zur Abstimmung. 

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