Frank Thonicke über den Drohbrief

Kommentar zur Kasseler Terrordrohung: Wir müssen berichten

In Kassel ist ein Drohbrief voller Schreibfehler gefunden worden, der Terror ankündigt. Laut Polizei geht davon keine Gefahr aus. Warum wir trotzdem berichten müssen. Ein Kommentar von Frank Thonicke.

Vermutlich ist an der Terrordrohung, die ein Blutbad in der Kasseler Straßenbahn ankündigt, überhaupt nichts dran. Dafür spricht, dass sie nur so von Rechtschreibfehlern wimmelt. Die Polizei ist sich jedenfalls sicher: „Eine konkrete Gefahr besteht nicht.“ Und: Welcher Terrorist kündigt seine Tat an?

Das Beste also wäre, derlei geschmacklose Drohungen einfach zu ignorieren. Können wir aber leider nicht. Wir leben in der Welt des Internets, und in dieser bleibt nichts im Verborgenen. Selbst widerwärtige Drohungen nicht, die geeignet sind, Tausenden Angst einzujagen.

Die Drohung, kaum war sie in der Straßenbahn gefunden worden, kursierte rasch im Internet. Nicht zu zählende Kasseler nahmen sie so zur Kenntnis, viele wandten sich voller Sorge an die Polizei.

Für uns als Medium dieser Stadt ist es nicht möglich, diese Nachricht zu ignorieren. Wir haben die Pflicht zur Information, müssen mitteilen, wie Experten die Situation einschätzen.

Also: Kein Grund zur Panik. 

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