Bis 2018 in mehreren Abschnitten

Kosten von 1,9 Millionen Euro: Stadt verschönert Wilhelmshöher Allee mit Linden

+
Mehr Platz für Bäume: Der Bagger gräbt Schotter und Erde rund um die Stämme ab. Später wird hochwertiges Substrat eingebracht, um die Nährstoffversorgung der Bäume zu verbessern.

Kassel. Die Lindenbäume entlang der Wilhelmshöher Allee sind häufig zwischen Parkbuchten eingezwängt. Grün um die Stämme herum ist rar. Einigen Bäumen sieht auch der Laie an, dass sie schwer krank sind. Das soll sich nun ändern.

Mit einem Kostenaufwand von 1,9 Millionen Euro werden bis zum Herbst 2018 todgeweihte Bäume entfernt, neue gepflanzt. Und alle Bäume beidseits der Allee erhalten mehr Platz, um zu gedeihen. Das geht etwas zu Lasten der Parkmöglichkeiten: Zwischen der Einmündung Schulstraße in Bad Wilhelmshöhe und der Torwache fallen 35 Stellplätze weg.

Erste Etappe

Gestern war Baustart für die erste Etappe, die den Abschnitt der Wilhelmshöher Allee vom Kirchweg bis zur Torwache umfasst und drei Monate dauern wird. Ein Bagger der Firma Rohde gräbt das Erdreich um die Bäume auf. „Der Boden wird durch hochwertiges Substrat ersetzt“, sagt Alexander Siebert vom Umwelt- und Gartenamt. Die Baumscheiben würden bis zur Kante des Bürgersteigs erweitert. 59 Bäume müssen gefällt werden. 175 sollen ab dem Herbst auf einer Gesamtlänge von fünf Kilometern neu gepflanzt werden, allein zwischen Kirchweg und Torwache 62.

Während der Arbeiten werden die betroffenen Parkplätze, die ebenfalls erneuert und etwas verbreitert werden sollen, gesperrt. „Wir werden sukzessive vorgehen, damit immer genügend Platz zum Parken bleibt“, sagt Yves Vogt vom Ingenieurbüro Oppermann. Der Verkehrsfluss solle möglichst wenig beeinträchtigt werden. Dort, wo der Bagger im Einsatz ist, müssen sich die Autofahrer – wie momentan im Bereich der Uni Kassel – dennoch auf eine einspurige Verkehrsführung einstellen.

Die Sanierung der Alleebäume setzt den Schlussakkord für die Aufwertung der Wilhelmshöher Allee, die mit der Eingrünung des Straßenbahn-Gleiskörpers und der Pflanzung einer Hecke als grünes Band zwischen dem Rand des Bergparks und der Torwache begann. Die Stadt muss für die Sanierung der Baumreihen 200 000 Euro aufbringen. Der Rest wird aus Zuschüssen aus dem Förderprogramm für den Nationalen Städtebau bestritten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.