Polizei stellte Statistik vor

Kriminalität ist in Nordhessen so niedrig wie lange nicht

Kassel. Nordhessen ist im vergangenen Jahr sicherer geworden – darauf deutet die Kriminalstatistik hin. Die Zahl der angezeigten Straftaten ist mit 44.100 weiter gesunken.

Im Vorjahr gab es 44.900 Straftaten. Damit ist die Kriminalität auf dem niedrigsten Stand seit über 15 Jahren. Zudem wurden mehr Täter geschnappt: Die Aufklärungsquote stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozentpunkte auf 60,7 Prozent.

Polizeipräsident Konrad Stelzenbach zog eine positive Bilanz: „Wir sind bei der Bekämpfung der Kriminalität auf einem guten Weg und werden weiterhin alles tun, damit die Menschen sich in Nordhessen sicher fühlen können.“ Kassel als einzige Großstadt in der Region bleibt zwar ein Kriminalitätsschwerpunkt. Mit 44 Prozent passierte fast jede zweite Straftat in der Stadt. 

Aber auch hier sank aber die Zahl der Delikte – und zwar besonders deutlich um 1500 auf 19.431 Fälle. Das ist ein Rückgang von 7,2 Prozent. Rein rechnerisch werden damit pro Tag 53 Straftaten in Kassel angezeigt.

Im Landkreis gab es einen leichten Anstieg um 169 auf 7445 registrierte Delikte (+2,3 Prozent). Das Risiko, im öffentlichen Raum Opfer ein Straftat zu werden, ist weiter gesunken: Die Straßenkriminalität ging in ganz Nordhessen (–11,8 Prozent) und auch in der Stadt Kassel (–22,4 Prozent) zurück. „Die Gesellschaft wird nicht gewalttätiger“, hielt Polizeidirektor Uwe Papenfuß der gefühlten Wahrnehmung vieler Menschen entgegen. So gab es etwa in ganz Nordhessen nur neun Fälle von Handtaschenraub. Gleichwohl stiegt die Zahl der Körperverletzungen.

Erstmals wurde die Straffälligkeit von Flüchtlingen gesondert dargestellt. Mit 2346 Fällen entfielen 5,3 Prozent der Straftaten auf diese Gruppe. Dabei handelte es sich vor allem um Diebstähle, Schwarzfahren sowie Körperverletzungen, die sich zum Großteil in Gemeinschaftsunterkünften abspielten.

Rubriklistenbild: © dpa

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