Unter anderem zwei Stadtteilbibliotheken

Kulturförderpreises der Stadt Kassel ging an vier Institutionen

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Kulturförderpreis der Stadt Kassel übergeben: Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD, Mitte) zeichnete je zwei Stadtteilbüchereien und Kulturinitiativen für deren Engagement aus. Unser Foto zeigt einen Teil der Ehrenamtlichen.

Kassel. Die Vereine Bücherei Kirchditmold und Stadtteilbücherei Fasanenhof sowie an die Kulturinitiativen „Raum für urbane Experimente“ und „Studio Lev“ bekamen den diesjährigen Kulturförderpreis der Stadt Kassel. 

Als leuchtendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement bezeichnete Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) die Träger des diesjährigen Kulturförderpreises, der am Sonntag im fast vollbesetzten Schauspielhaus übergeben wurde. Hilgen nutzte die Gelegenheit, für die Bewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt 2025 zu werben. „Bringen Sie sich ein. Eine erfolgreiche Bewerbung braucht einen breiten bürgerschaftlichen Konsens“, appellierte er an die Anwesenden, sich aktiv zu beteiligen.

Der mit insgesamt 7500 Euro dotierten Kulturförderpreis geht an die Vereine Bücherei Kirchditmold und Stadtteilbücherei Fasanenhof (je 1250 Euro) sowie an die Kulturinitiativen „Raum für urbane Experimente“ und „Studio Lev“, die jeweils 2500 Euro erhalten.

Bücherei Kirchditmold

Die beiden prämierten Büchereien werden seit dem Rückzug der Stadt aus diesen Projekten ehrenamtlich geführt und finanzieren sich selbst. Sie waren im Zuge der Teilnahme der Stadt am Rettungsschirm zur Entschuldung von Kommunen geschlossen worden. Die Bücherei in Kirchditmold wird seither von 50 Freiwilligen betrieben, hat 850 Leser, davon 200 Kinder, und 12 000 Medien (Bücher und Hörbücher) im Bestand.

Bücherei Fasanenhof

Die Stadtteilbibliothek Fasanenhof, die auch als Schulbücherei der Grundschule Bossental genutzt wird, wird von etwa 20 Ehrenamtlichen betrieben. Sie hat 330 Leser, davon 200 Kinder, und verfügt über 8000 Medien.

Verein urbane Experimente

Ein Team angehender Künstler, Stadtplaner und Designer wandelt die Fußgänger-Unterführungen am Weinberg/Philosophenweg und am Holländischen Platz regelmäßig in so genannte Street-Art-Galerien (Straßenkunst) sowie in Kleinkunstbühnen oder Seminarorte um und schafft so kulturelle Zonen in sonst eher trostlosen Bereichen, an denen Künstler, Anwohner und Gäste zusammenkommen. Besonders beliebt sind Graffiti-Seminare für Jugendliche und Senioren.

Studio Lev

Studio Lev wurde 2009 von Absolventen der Kunsthochschule gegründet und bietet regelmäßig ein musikalisches Kreativ-Labor für Jugendliche und junge Erwachsene an. Dabei erarbeiten 15- bis 25-Jährige im Rahmen einer Geschichtswerkstatt eigene Themen und entwickeln daraus eine Geschichte. Dann werden unter Profi-Anleitung Songs und Melodien komponiert sowie Kostüme und Bühnenbilder entworfen. Anschließend werden die Rollen einstudiert und geprobt. Am Ende gibt es eine Aufführung vor Publikum. Dabei geht es um sämtliche Formen der darstellenden Künste wie Theater, Tanz, Gesang und Performance sowie um bühnennahe Disziplinen wie Kostüm- und Bühnenbild und Requisite.

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