Städtischer Konzern KVV muss Kosten senken

Stadtwerke und KVG Kassel: 350 Jobs fallen künftig weg

Kassel. Der Stadtkonzern Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) muss seine Kosten um 27 Millionen Euro jährlich senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das bedeutet Personalabbau.

Laut KVV-Chef Dr. Michael Maxelon sollen annähernd 350 Arbeitsplätze in den nächsten Jahren abgebaut werden. Man hoffe, auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten zu können.

KVV hat 1900 Mitarbeiter

Zum KVV-Konzern gehören die Städtischen Werke, die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG), das Müllheizkraftwerk und die Netcom-Gesellschaft für Telekommunikation. Derzeit hat der Konzern insgesamt noch rund 1900 Mitarbeiter. Der Personalabbau wird zu einem beträchtlichen Teil die Stadtwerke treffen, wo insgesamt etwa 900 Beschäftigte arbeiten.

Der Personalabbau soll vor allem dadurch erfolgen, dass Mitarbeiter, die in Rente gehen oder aus privaten Gründen den Job wechseln, nicht mehr ersetzt werden. Zudem wird überlegt, Mitarbeitern Geld anzubieten, wenn sie freiwillig ausscheiden.

„Jetzt geht es uns noch gut“, sagt Maxelon über den Stadtkonzern. Damit das auch in Zukunft so bleibe, müsse aber jetzt gehandelt werden, „aus einer Position der Stärke heraus.“ Denn der scharfe Wettbewerb und steigende Kosten machen den Unternehmen unterm Konzerndach das Leben schwer. Die Preise für Strom und Gas oder KVG-Fahrkarten noch weiter zu erhöhen, wird nicht ins Auge gefasst. „Höhere Preise sind schwierig“, erklärt Maxelon. 

Die Antwort könne nur lauten: „Wir müssen unsere Kosten verringern.“ Dabei gehe es um etwa zehn Prozent der aktuellen jährlichen Kosten von rund 270 Millionen Euro.

Der Gewinn der Städtischen Werke hatte sich 2016 auf 17,8 Millionen Euro verringert (2015: 31,1 Mio. Euro). Der Verlust der KVG hat sich im Vorjahr auf 14,7 Millionen Euro erhöht (2015: 13,7 Mio. Euro).  Ihren Sitz hat die KVV im Königstor 3 in Kassel.

Rubriklistenbild: © Fischer/Archiv

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