Beleuchtung wird seit Jahren diskutiert

LED-Leuchten sollen Kasseler Königsstraße ins rechte Licht rücken

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Über der Königsstraße hängende Leuchten: In etwa elf Metern Höhe sollen die insgesamt 60 LED-Leuchten – jeweils paarweise und im Abstand von rund 25 Metern – installiert werden. Die Animation zeigt den Bereich am Opern- und Friedrichsplatz. 

Kassel. Die Stadt plant die Umstellung von den bisherigen Standleuchten auf neue hängende LED-Leuchten für die Königsstraße.

Die künftige Beleuchtung der Fußgängerzone wird in Kassel seit Jahren diskutiert. Wie die Königsstraße ab 2019 ins rechte Licht gerückt werden soll, hat Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) am Dienstag mit Vertretern der Kasseler City-Kaufleute vorgestellt. Die Stadt setzt auf ein eigens für sie entwickeltes Konzept mit hängenden LED-Leuchten. Nolda sprach von „Wohnzimmerlampen für die Kasseler Stube“. Die Installation der Leuchten soll im Zuge der gerade wieder aufgenommenen Bauarbeiten in der Königsstraße erfolgen.

Die Technik

Die hängende Beleuchtung soll nach Noldas Angaben die in die Jahre gekommenen Standleuchten ersetzen. Die Stadt hat in den vergangenen Monaten mit verschiedenen Herstellern ein Leuchtenmodell für Kassel entwickelt. 60 großformatige Ringleuchten werden paarweise in einem Abstand von etwa 25 Metern über die komplette Königsstraße gehängt. Jede Leuchte hat einen äußeren Ringdurchmesser von etwa 1,10 Meter, eine innere Ringöffnung von etwa 60 Zentimetern und eine Höhe von 20 Zentimetern.

Oben bei Tag, unten bei Nacht: So sollen die LED-Leuchten aussehen. Der seitliche Lichtring lässt auch andere Farben zu.

Die Vorteile

Die Leuchten sollen mit ihrer transparenten Ringform bereits am Tag für architektonische Akzente sorgen, meinte Nolda. In der Nacht entstehe mit den in rund elf Metern Höhe hängenden Leuchten ein Lichtraum, der den ganzen Straßenzug umfasse. Die LED-Lichttechnik ist steuer- und regelbar. Der äußere Ring funktioniert als Lichtband. Zu besonderen Anlässen könne der Außenring von weißem auf farbiges Licht umgeschaltet werden. Nolda: „Veranstaltungen können dann mit unterschiedlichen farbigen Lichteffekten in Szene gesetzt werden.“ Zudem sei die Lichtwirkung der bisherigen Standlaternene räumlich sehr begrenzt („helle Kugeln“). Mit der hängenden Beleuchtung werde der Straßenraum insgesamt großzügiger wirken.

Der Zeitplan

Die Standleuchten sollen in den nächsten Wochen verschwinden. Die ersten 18 LED-Leuchten werden 2018 in der Unteren Königsstraße – nach Abschluss der Gleisbauarbeiten im Spätsommer – aufgehängt. Nach Fertigstellung der Oberen Königsstraße im Herbst 2019 sollen dort alle anderen installiert werden.

Der Medientisch

Wer sich in Wort und Bild über die Königsstraße informieren will, hat dazu im Stadtmuseum Gelegenheit. Im eintrittsfreien Bereich steht nun ein Medientisch, der von Ralf Mahr (Atelier für Gestaltung/bluform) konzipiert wurde und sich über eine Touchscreen-Oberfläche bedienen lässt. Er enthält Bilder, Visualisierungen, Erläuterungstexte von Historikerin Dr. Marlen Ley und einen Film von Felix Kramer rund um Geschichte und Modernisierung der Königsstraße. Der Erklärfilm des freischaffenden Trickfilmers und Illustrators ist auf www.stadt-kassel.de und www.koe.kassel.de zu sehen.

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