Fazit zur neuen Geräuschdämmung des Konzertbaus positiv

Lob für Lärmschutz am Kasseler Kulturzelt

Diese Atmosphäre ist bis zum kommenden Sommer vorbei: Seit dem 10. Juli hat das Kulturzelt 2015 nicht nur 25 000 Konzertbesucher, sondern auch viel weiteres Publikum im Biergarten begeistert. Foto:  Fischer

Kassel. Die Kulturzelt-Saison an der Drahtbrücke ist für dieses Jahr vorbei. Nach Abschluss der Reihe mit 32 Konzerten fällt das Fazit zu den Lärmschutzmaßnahmen der Kulturzeltbetreiber allseits positiv aus.

Durch eine geräuschdämpfende Akustikdecke, die vor Saisonbeginn unter das Dach des temporären Hallenbaus eingezogen wurde, scheinen sich Klagen von Anwohnern und Ortsbeirat aus der jenseits der Fulda gelegenen Unterneustadt erledigt zu haben.

Von dort war in Vorjahren hauptsächlich die monotone Geräuschkulisse der Soundchecks kritisiert worden, die sich ab den Nachmittagsstunden fast täglich über den Fluss ausbreitete. Nachdem Messungen ergeben hatten, dass gesetzliche Lärm-Grenzwerte hin und wieder überschritten wurden, reagierten die Kulturzelt-Macher mit der Dämm-Aktion – nicht zuletzt auch, um rechtlichen Risiken vorzubeugen.

Weitere Messungen zu Saisonbeginn hätten belegt, dass die Schallschutzdecke ihre Funktion erfülle, sagte Kulturzelt-Veranstalterin Angelika Umbach am Dienstag. Für die Nachrüstung habe sie ein Dankschreiben aus der Nachbarschaft sowie positive Resonanz aus dem Ortsbeirat erhalten.

Auf die Akustik im Zelt selbst habe die Schallschutzdecke, die für Besucher unsichtbar hinter einer Stoffverkleidung liegt, keinen Einfluss. Auch die Gäste draußen im Biergarten würden während des Konzertbetriebs keinen Unterschied in der Atmosphäre spüren: „Das haben die Besucher positiv vermerkt“, sagte Angelika Umbach.

Als „vollen Erfolg“ wertet die Unterneustädter CDU die Schallschutzmaßnahmen. Ortsbeirats- und Kulturausschussmitglied Marcus Leitschuh nannte es „ein klare Signal für eine gute Nachbarschaft“, dass die Kulturzelt-Macher „kreativ und mit großem finanziellen Aufwand“ auf die Belange der Anwohner reagiert hätten. Leitschuh betonte aber auch, dass „das gewollte Stadtleben am Fluss und das hervorragende Konzertprogramm nicht geräuschlos zu bekommen“ seien.

Zu den Gesamtkosten der Aktion machte Angelika Umbach keine Angaben. Ihr Fazit: „Wir haben getan, was bei einem Zelt möglich ist.“ Für den Kulturzeltverein bedeute der jährliche Aus- und Einbau der 800 Quadratmeter großen Akustikdecke sowie deren Lagerung allerdings einen „enormen Mehraufwand“. Mit der Stadt werde es in nächster Zeit Gespräche geben, wie dieser Zusatzaufwand gemeinsam getragen werden könne.

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