Jugendliche haben Leuchtsymbole erstellt

Lutherturm geht ein Licht auf: Kunstwerk in 76 Metern Höhe

Gemeinsam für eine gute Sache: Lichtkunstwerk „Call a light“ vor der Lutherkirche mit den Jugendlichen des Workshops.

Kassel. Vier Symbole mit Leuchtkraft gibt es seit Kurzem am Turm der Lutherkirche in 76 Metern Höhe zu entdecken: Herz, Kreuz, Hashtag (Raute) und Anker - alle in XXL.

Was es mit den Symbolen in luftiger Höhe auf sich hat? Sie sind Teil einer Lichtinstallation, die während des Workshops „Call a light“ (Bei Anruf Licht) der Evangelischen Jugend entstanden ist. Wer mag, kann das Lichtkunstwerk ab Ende Oktober zum Leuchten bringen. Das geht per SMS oder Anruf.

Doch von vorn: Zwölf Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren und die beiden Gemeindereferentinnen Dorothea Gatzke und Merlina Manschwetus hatten vor einiger Zeit die Idee, den Lutherturm erstrahlen zu lassen - mit den vier oben genannten Symbolen. Das Herz steht dabei für Liebe, Kreuz für Glaube, Hashtag für Kommunikation und Anker für Hoffnung. In der ersten Ferienwoche setzte die Gruppe diese Idee im Workshop „Call a light“ schließlich um.

65 Meter Stahl wurden für die Installation gebraucht, die mitLeuchtröhren versehen ist. Nach der Fertigung wurde die vierteilige Konstruktion mit einem Seilzug auf den Turm der Kirche gehievt. Unterstützt wurden die Jugendlichen während des Projekts von den Firmen Kunstlicht, EGE Reklam und Seilkonzept aus Kassel.

Nun prangen am Lutherturm die vier Symbole. Zwei Jahre lang sollen sie dort bleiben. Eingeweiht werden sie am Reformationstag, 31. Oktober, ab 19 Uhr. Dann wird man die Möglichkeit haben, mit einem Anruf oder einer SMS das Kunstwerk in den Farben Rot (Herz), Blau (Hashtag), Grün (Anker) und Gelb (Kreuz) zum Leuchten zu bringen.

Wie die Abrechnung funktionieren wird, wenn man die Installation erstrahlen lassen möchte, steht noch nicht fest. Die Kirche verhandele gerade mit Netzanbietern. Außerdem seien Informatiker daran, ein Programm für das System zu schreiben, womit die Lichtinstallation gesteuert werden soll. Aber es soll so ähnlich laufen wie beim Bezahlen von Parkgebühren mit dem Handy, sagt Manschwetus.

Der Erlös, der durch SMS und Anruf zusammenkommt, geht quartalsweise an Kinder- und Jugendprojekte in der Region. Welche das sein werden, wollen die Jugendlichen demnächst entscheiden.

Merlina Manschwetus

Den Workshop-Teilnehmern hat die Projektwoche sichtlich Spaß gemacht. Die 15-jährige Alicia Berninger freut sich darauf, wenn die Lichter endlich angehen. Denn in dem Moment, in dem der Lutherturm hell wird, weiß sie, dass Geld für einen guten Zweck fließt.

Für das Lichtkunstwerk werden noch Sponsoren gesucht, um die Material- und Handwerkerkosten zu decken. „Wer möchte, kann auch eins der Symbole kaufen“, fügt Manschwetus hinzu. Dann könne man nach zwei Jahren beispielsweise das Herz sein Eigen nennen. Merlina Manschwetus (0561/719260) und Dorothea Gatzke (0561/35029772), callalight@ekkw.de, www.call-a-light.de

Kontakt: 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.