Palais Hopp

Magische Momente im Varieté-Programm „Rauchzeichen“

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Namensgeber und Magier: Matthias Rauch moderiert und verzaubert bei der Varieté-Show „Rauchzeichen“.

Kassel. Lachen oder Staunen? Man muss sich zum Glück gar nicht entscheiden, denn beides ist im neuen Varieté-Programm „Rauchzeichen" im Palais Hopp möglich.

Das feierte jetzt Premiere. In der zweieinhalbstündigen Show wird mit Witz, Poesie, Zauberei und artistischem Können gearbeitet.

Schnell erobert Magier Matthias Rauch als Conférencier die Herzen der Zuschauer. Er lässt einen Tisch schweben, Flaschen verschwinden, hat so manchen Kartentrick drauf und „verrät“ herrlich und mit köstlich wenig Anmut im Zeitlupentempo seine Tricks. „Zauberern kann man vertrauen, sie versprechen Sie zu täuschen und halten Wort“, erzählt er dem Publikum. Und hält dann tatsächlich Wort.

Rauch und die Artisten präsentieren ihr Können mit scheinbarer Leichtigkeit. Federleicht wirkt es, wenn Noah Chorny in waagerechter Haltung den Chinesischen Mast erklimmt, um als Laternenanzünder zu poetischer Melodie und Beleuchtung - wirkt fast wie ein entrückter Mary-Poppins-Film - seine präzise ausgeführte Darbietung, mit absoluter Körperbeherrschung und Grazie zu verbinden.

Kunst und Können sind auch beim Auftritt von Kontorsionskünstlerin Manuelle, die ihren Körper verdreht und verbiegt, wie es nur wenigen Menschen möglich ist, aufeinander abgestimmt. Ganz in einem hautengen Raubkatzenkostüm steckend, lässt sie das Publikum den Atem anhalten und ihr gebannt bei jeder noch so winzigen und spektakulären Bewegung folgen.

Eine skurrile Note bringt Anna Abrams mit ihrer Einradartistik in den Abend. Während sie fährt, zieht sie ihre Kleidung nach und nach aus - bis sie nur noch im rüschigen Body über die Bühne fährt. Das alles ist zu keinem Zeitpunkt anrüchig, sondern ebenso poetisch inszeniert, wie die anderen Auftritte. Allerdings wirkt die Bühne für die Radkunst ab und an zu klein und die Artistin etwas zu angestrengt. Ganz anders ist das bei ihrer Vertikalseilartistik, die anrührt und fasziniert.

Anstrengend ist das, was die Curatola Brothers auf die Bühne bringen: Mit ihrer im wahrsten Sinne des Wortes starken Hand-auf-Hand-Artistik, gepaart mit einer großen Portion italienischem Temperament und Humor, brillieren sie und sorgen ebenfalls für - Lachen und Staunen.

Rauchzeichen

Bis zum 26. März ist die Varieté-Show „Rauchzeichen“ im Palais Hopp, Goethestraße 29, zu sehen. Showzeiten: Donnerstag bis Samstag, 20 Uhr. Sonntags 17 oder 19 Uhr. Einlass: 90 Minuten vor Showbeginn. Karten: 0561/766 77 444.

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