Auststellunghaus zu den Brüdern Grimm steht Kopf

Mehr Gäste als erwartet: Grimmwelt begrüßt 200.000. Besucher 

Zieht die Massen an: Die vor anderthalb Jahren eröffnete Grimmwelt ist wesentlich erfolgreicherer als zu Beginn vermutet.

Kassel. Die Erwartungen der Stadt wurden übertroffen: Am Donnerstag wurde mit einer Frau aus Hamburg die 200.000. Besucherin in Ausstellungshaus zu den Brüdern Grimm begrüßt.

Ursprünglich waren die Verantwortlichen davon ausgegangen, dass jährlich 80.000 Gäste das Museum auf dem Weinberg besuchen. Wären die Prognosen eingetroffen, hätten es anderthalb Jahre nach der Eröffnung nun erst 120.000 Gäste sein sollen.

Die Grimmwelt ist aktuell das erfolgreichste Ausstellungshaus in der Stadt. Es hat damit das Naturkundemuseum, das lange Zeit die meisten Gäste zählte, von der Spitzenposition abgelöst.

200 000. Besucherin: Maja Stohl (2. v. rechts) mit ihren Kindern Matti und Lilly sowie ihrem Schwager Peter Hennighausen (2. v. links). Sie wurden von Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Museumsleiterin Susanne Völker begrüßt.

Dass die interaktiven Präsentationen zu Leben und Wirken der Brüder Grimm überregional von Interesse sind, bewies auch die 200.000. Besucherin Maja Stohl aus Hamburg. Sie war gestern mit ihren Kindern Matti (6) und Lilly (9) und ihrem Schwager Peter Hennighausen in die Grimmwelt gekommen. Es war ihr erster Besuch auf dem Weinberg, bei dem die Familie von Oberbürgermeister Bertram Hilgen mit einem Blumenstrauß überrascht wurde. Zudem gab es freien Eintritt zur Sonderausstellung sowie Eis und Kaffee mit dem Stadtoberhaupt.

Die Grimmwelt im HNA-Regiowiki

Die Eltern von Maja Stohl leben in Leimsfeld (Schwalm-Eder-Kreis), und so war ihr die Grimmwelt nicht unbekannt geblieben. Bei einem Besuch der Großeltern entschloss sie sich zu einem Ausflug nach Kassel. Ihre Kinder waren besonders vom „Ärschlein“ angetan: Die Schimpfwortmaschine, in die man Schimpfwörter hineinruft und die Beleidigungen aus der Zeit der Brüder Grimm erwidert, kam beim Nachwuchs gut an.

Aber auch die aktuelle Sonderausstellung „Der 8. Zwerg“ hat für Kinder viel zu bieten. Die Erlebnisausstellung ist noch bis 1. Mai zu sehen. Anschließend wird die documenta die Fläche für die Sonderausstellungen im ersten Obergeschoss in Beschlag nehmen. Welche Kunst dort präsentiert wird, ist aber noch geheim.

Museumsleiterin Susanne Völker ist sich aber sicher, dass wegen der documenta vermutlich bald der 300 000 Besucher begrüßt werden kann. Aber auch ohne die Weltkunstschau sei das Haus bislang „überregional gut wahrgenommen worden“, sagt Völker. Zudem gebe es viele Mehrfachbesucher. Nach der documenta werde sich die Sonderausstellung der Grimmschen Sagen-Sammlung widmen.

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