Am Montag Thema im Stadtparlament

Obelisk-Standort: Stadt Kassel strebt Konsens an

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Kassel. Was passiert mit dem Obelisken auf dem Königsplatz? Bis Ende des Monats läuft noch die Spendenaktion der Stadt Kassel und des Künstlers Olu Oguibe, danach soll es eine Entscheidung geben über die Zukunft des documenta-Kunstwerkes.

Dabei könnte in den nächsten Tagen auch noch einmal die Frage des Standortes in den Mittelpunkt rücken. Bisher hatte Oguibe ihn als unverhandelbar bezeichnet. Nun erklärt Stadt-Sprecherin Petra Bohnenkamp auf Anfrage unserer Zeitung aber: „In der Geschichte der Ankäufe von documenta-Kunstwerken hat es oftmals längere Entscheidungsverläufe über den Standort gegeben, bei denen man schließlich zu einem Konsens zwischen den Wünschen der Künstlerinnen und Künstler und den Erfordernissen der Stadtgestaltung gekommen ist.“ Das bedeutet: Der Königsplatz wäre beim Verbleib des Obelisken in Kassel nicht automatisch gesetzt. Bohnenkamp: „Wir gehen zurzeit im Magistrat davon aus, dass es auch beim Thema Obelisk zu einer entsprechenden Regelung kommen wird.“

Zunächst muss aber geklärt werden, ob sich Oguibe überhaupt mit der bis dahin eingegangenen Spendensumme als Kaufpreis zufriedengibt und es zum Verkauf des Kunstwerkes kommt. Bisher sind etwas mehr als 100.000 Euro zusammengekommen, angestrebt wurden 600.000 Euro.

Am Montag ist der Obelisk auch noch einmal Thema in der Stadtverordnetenversammlung. Hier geht es auch um einen Antrag der AfD-Fraktion, die Entscheidung über ein Vertreterbegehren herbeizuführen. Die Stadtverordneten Matthias Nölke und Thorsten Burmeister (beide FDP) bringen dieses Verfahren für den Fall ins Spiel, dass die 600.000 Euro doch noch zusammenkommen. Auch die CDU-Fraktion betonte zuletzt erneut, dass die Bürger das letzte Wort haben sollten. Die Grünen sehen die Zukunft des Obelisken auf dem Königsplatz, die SPD erklärte zuletzt, dass der Standort nicht gesetzt sei. 

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