Ab Mai in der Wilhelmsstraße

Damengeschäft "Stella" zieht nach Schließung des Modehauses Köhler um 

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„Stella“ zieht um: Den Standort im Köhler-Geschäftshaus am Friedrichsplatz wird Gabriele Lanz verlassen. Sie wird Geschäftsführerin im neuen Modegeschäft in der Wilhelmsstraße 21. Im rechten Spiegel ist eins der Aquarien zu sehen, die auch im neuen Laden aufgestellt werden.

Kassel. Mitte Juni schließt das Modehaus Köhler am Friedrichsplatz. Mit der Damenmode geht es weiter. Das Geschäft "Stella" eröffnet bereits Mitte Mai wieder in der Wilhelmsstraße.

Als im vergangenen Sommer bekannt wurde, dass das Modehaus Köhler und das integrierte Damengeschäft „Stella“ am Friedrichsplatz geschlossen werden sollen, war das Bedauern vieler Kunden groß. Vor allen Dingen viele Frauen, die sich in den vergangenen Jahren bei „Stella“ eingekleidet haben, sagten, dass sie über den Verlust sehr traurig seien, sagt Köhler-Chef Ludwig Vordemfelde. „Stella“ ist schließlich noch eines der wenigen Modegeschäfte mit internationalen Top-Labels in der Innenstadt. Die Mitarbeiterinnen fallen durch Freundlichkeit und Kompetenz auf.

„Exzellent gelaufen“

Da „Stella“ im Gegensatz zu der Herrenmode in den vergangenen Jahren „exzellent gelaufen“ ist, habe für ihn relativ früh festgestanden, dass der Laden weitergeführt wird, sagt Vordemfelde. „Stella“ habe auch von der Schließung des Modeladens „Heinsius und Sander“ profitiert. „Es ist beeindruckend, wie modeinteressiert die Kundinnen in Kassel sind“, sagt Vordemfelde.

Da er für das Geschäftshaus am Friedrichsplatz aber andere Pläne hat (das wird an H&M vermietet), mussten neue Räume für „Stella“ gefunden werden. Man habe drei Objekte im Blick gehabt, sagt Vordemfelde: Die Verkaufsräume von Leder Meid am Friedrichsplatz, das Eckgeschäft neben C&A am Opernplatz (hier war früher mal Bogner) und das Geschäftshaus an der Wilhelmsstraße 21, das zuletzt vom Bettenhaus Ochmann angemietet war.

Umzug in die Wilhelmsstraße

Für diesen Laden, in dem früher eine Filiale von Görtz untergebracht war, habe man sich schließlich entschieden. Am 28. Februar habe der Eigentümer, Dr. Friedrich Freiherr Waitz von Eschen, den Mietvertrag unterschrieben. Kürzlich hatte der Geschäftsführer der Kasseler Unternehmensgruppe Freiherren Waitz noch erklärt, dass es Pläne gibt, das Geschäftshaus abzureißen und hier neu zu bauen.

Diese Pläne scheinen zumindest vorerst vom Tisch zu sein. „Das Haus wird nicht abgerissen. Ansonsten würden wir dort nicht investieren“, sagt Vordemfelde. Er habe sich für die Wilhelmsstraße wegen des „hochwertigen Umfelds“ entschieden. „Der Standort passt zu unserem Sortiment.“ Der neue Laden ist mit einer Fläche von 400 Quadratmetern ebenso groß wie das bisherige Geschäft am Friedrichsplatz. Der Innenarchitekt, der für den alten Laden verantwortlich war, soll auch den neuen einrichten. Die beiden Aquarien, auf die in all den Jahren wartende Männer schauen konnten, während sich ihre Frauen neu einkleideten, ziehen ebenfalls mit um. Auch die rosa Tragetaschen bleiben.

Tochter übernimmt

Eine Neuerung wird es aber geben: Für den neuen Laden, der Mitte Mai eröffnet wird, wurde eine eigene Firma gegründet, die „Stella Fashion GmbH“. Chef ist nicht mehr Ludwig Vordemfelde, sondern seine Tochter Paula wird Mehrheitsgesellschafterin. Zudem steigt Gabriele Lanz, bislang Abteilungsleiterin bei „Stella“, mit ein. Sie wird am neuen Standort Geschäftsführerin. Mit Lanz wechseln zwei weitere Mitarbeiterinnen dorthin.

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