Landschaft säubern 

Chef von Joe's Garage plant Müllsammelaktion in Kassel

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Nicht resignieren, sondern etwas gegen den Müll in der Landschaft unternehmen: Dirk van der Werf (Joe’s Garage) hat für den 27. Mai eine Reinigungsaktion am Fuldaradweg und im Quartier Friedrich-Ebert-Straße organisiert.  

Kassel. Dirk van der Werf hat die Nase voll. Egal, wo man läuft oder Rad fährt, überall liege Müll in Kassel rum. Van der Werf will aber nicht nur meckern, sondern etwas ändern.

Deshalb hat der gut vernetzte Chef von Joe’s Garage vor wenigen Tagen bei Facebook seine Freunde dazu aufgerufen, gemeinsam Müll zu sammeln. Das soll am Sonntag, 27. Mai, ab 11 Uhr passieren. Van der Werf hat schon zahlreiche „Likes“ unter seinem Beitrag bekommen, würde sich aber noch mehr über weitere verbindliche Anmeldungen von freiwilligen Helfern freuen.

Das sei umso wichtiger, weil er bereits Kontakt mit den Stadtreinigern und dem Baubetriebshof Fuldatal aufgenommen hat, die die Müllsammelaktion mit Handschuhen, Greifzangen, Müllpiksern und Müllsäcken unterstützen wollen. Es wäre blöd, so van der Werf, wenn man dann zu wenige Werkzeuge für die Helfer hätte.

Der 48-Jährige ist oft auf dem Radweg R1 an der Fulda unterwegs. „Da haben wir so eine schöne Landschaft und überall liegt Müll rum.“ Er habe auch schon mehrfach mit seinen beiden Kindern den Plastikmüll dort eingesammelt. Als sein Kollege Karl Börries (Club 22) von seiner Müllsammelaktion erfahren habe, habe der vorgeschlagen, dass man die Aktion doch auch auf das Quartier rund um die Friedrich-Ebert-Straße ausweiten sollte. Das soll jetzt auch passieren.

Mehrere Faktoren seien wohl dafür ursächlich, dass das Müllproblem an Wegen, Straßen und in Parks immer größer werde. Ein Grund sei wohl die Gedankenlosigkeit vieler Menschen, sagt van der Werf. „Die gehen wohl davon aus, dass ja schon einer kommen wird, der ihren Müll wegräumt.“ Ein weiterer Grund für die Vermüllung Kassels seien die „ökologisch völlig überholten“ Gelben Säcke. Viele Menschen stellten diese an die Straße, weil sie keinen Platz im Haus hätten, so der 48-Jährige.

Draußen würden die Säcke aus dem dünnen Material dann aufgerissen. An manchen Ecken, wie zum Beispiel an der Kölnischen Straße (gegenüber der Esso-Tankstelle), entstünden dadurch „wilde Müllkippen“.

Van der Werf hofft, dass mit der Müllsammelaktion am 27. Mai auch das Bewusstsein mancher Menschen geändert wird. Natürlich könne man damit nicht die Welt retten. „Wir fangen jetzt erst mal damit an, und wenn es gut klappt, dann wiederholen wir das.“

Anmeldungen bitte bis zum 20. Mai an dirk@joes-garage.de. Die Leute, die mitmachen wollen, sollen auch mitteilen, ob sie den Müll im Quartier Friedrich-Ebert-Straße oder am Fulda-Radweg zwischen Landhaus Meister und Schocketal einsammeln wollen.

Aufruf

Derzeit melden sich fast täglich Leser in der Kasseler Lokalredaktion der HNA, die sich über den Müll in den Parkanlagen und der Stadt beschweren: Ob in der Goetheanlage, Karlsaue, Beckett-Anlage oder auf der neuen Fläche an der Friedrich-Ebert-Straße, die Grüne Banane genannt wird. Viele Menschen ärgern sich über die Vermüllung der Stadt, einige wollen selbst daran etwas ändern, wie zum Beispiel der Gastronom Dirk van der Werf.

Wenn auch Sie eine Aktion planen, um Kassel vom Müll zu befreien, dann melden Sie sich unter kassel@hna. de (Stichwort: Müll) in der Redaktion. Wir kündigen die Aktionen an und berichten auch darüber.

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