Schutz vor Angriffen - Schweigeminute um 18 Uhr

Nach Anschlag in Berlin: Weitere Betonpoller für Kasseler Weihnachtsmarkt

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Kassel. Die Besucher des Kasseler Weihnachtsmarkts und der Innenstadt sollen durch weitere Betonsperren vor möglichen Terrorangriffen mit Lkw geschützt werden.

Das teilten Kassel Marketing, Veranstalter des Weihnachtsmarkts, und die Polizei am Dienstagnachmittag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Die Betonpoller, die in Ziegenhain entwickelt worden sind, sollen an der Treppenstraße bei Mc Donalds, an der Kölnischen Straße zum Übergang Königsplatz und zwischen Kaufhof und C&A an der Opernstraße fest platziert werden. Dort sollen sie bis Ende des Weihnachtsmarktes am 30. Dezember stehen bleiben.

Die sechs Poller standen bislang auf dem Stockplatz und wurden am Dienstagnachmittag von der Kasseler Feuerwehr zu den neuen Standorten gebracht.

Schon bislang war Kassel bundesweit die einzige Stadt, die ihren Weihnachtsmarkt mit Betonsperren schützt. Bislang wurden diese Klötze (einer wiegt zweieinhalb Tonnen) aber nur ab Samstag- und Sonntagnachmittag auf die Straßenbahnschienen am Königsplatz und vor dem Kaufhof aufgestellt, wenn die Bahnen nicht mehr durch die Königsstraße fahren. Es werde geprüft, so Polizeisprecher Torsten Werner, ob diese Sperren nun häufiger auf den Schienen platziert werden.

Das hätte zur Folge, dass auch in diesen Zeiträumen die Straßenbahnen und Regiotrams nicht mehr über die Königsstraße fahren könnten, sondern umgeleitet werden müssten. 

Schweigeminute auf Weihnachtsmärkten in der Region

Mit einer Schweigeminute wird heute um 18 Uhr auf dem Kasseler Märchenweihnachtsmarkt der Opfer des Anschlags in Berlin und ihrer Angehörigen gedacht. Auch die Kirchenglocken in der Kasseler Innenstadt werden läuten – zeitgleich mit dem Beginn eines zentralen Gedenkgottesdienstes in Berlin.

Auch auf anderen Weihnachtsmärkten in der Region finden um 18 Uhr Schweigeminuten statt - so etwa in Göttingen und Melsungen.

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