Nachtlauf Kassel mit Teilnehmer-Rekord: 1250 Läufer in der City

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Zehn-Kilometer-Läufer am Getränkestand.

Kassel. Auch die dritte Auflage des Kasseler Nachtlaufs konnte sich sehen lassen. Dabei wurde mit 1250 Läufern ein neuer Teilnehmer-Rekord aufgestellt.

Eben war noch Shopping angesagt, aber dann gehört die Kasseler Innenstadt den Läufern. Die Nachtlauf-Serie des Veranstalters SportScheck gastierte zum dritten Mal am Königsplatz. 1250 Läufer und Läuferinnen wollten sich das nicht entgehen lassen.

Auf dem Königsplatz

Dort ist Start und Ziel, Anmeldung, Massage und Zeitnahme. Das Herz der Veranstaltung schlägt in Kassels Mitte. Die ersten Muttis und Vatis schwitzen bereits ab 19 Uhr, obwohl ihre Kleinen erst pünktlich um 20 Uhr auf die 1,3 Kilometer lange Strecke geschickt werden. Die Organisatoren wirken routiniert. Sie begleiten die Veranstaltung in diesem Jahr durch zwölf deutsche Städte. „Kassel ist für uns ein kleiner aber feiner Lauf“, sagt Projektleiter Manuel Seifert, dem vor allem der Königsplatz als Start- und Zielpunkt der Läufe gut gefällt. „Der Lauf in Kassel ist gut angenommen worden, er bleibt im Programm“, sagt Seifert, kurz bevor der erste Startschuss fällt.

Die Läufer

Als erster Sieger läuft der Kasseler Jonathan Mekonnen als Gewinner des Kinderlaufes über die Ziellinie. „Heiß war es, aber es ging doch ganz gut“, sagt der 11-jährige Schüler. Mit ihm waren rund 80 Kinder am Start, bevor sich das Hauptfeld in zwei Läufen auf den Weg durch die Kasseler Innenstadt macht. Beim Start über die 5 Kilometer herrscht ein ganz ordentliches Gedrängel. Zwei Runden über 2,5 Kilometer sind zu absolvieren. Vorjahressieger Yannick Gerland vom SSC Bad Sooden-Allendorf legt einen guten Start hin, kann aber am Ende das Tempo nicht ganz halten. Thomas Thyssen vom PSV Grün-Weiß Kassel läuft vor Gerland über die Ziellinie: „Wir sind eigentlich zu schnell angelaufen, aber ich habe weniger Kraft verloren“, sagt Thyssen nach dem Lauf, den er mit 16:02 Minuten und 17 Sekunden Vorsprung vor Gerland gewinnt.

45 Minuten später wechselt Thyssen dann die Rolle vom Gewinner zum Tempomacher. Über die 10 Kilometer begleitet der 30-Jährige seine Schwester Britta. Und die hat ein nicht gerade bescheidenes Ziel: den Sieg. Als die 25-Jährige mit mehr als vier Minuten Vorsprung und einer Zeit von 38:44 Minuten die Ziellinie überquert, fällt die Anspannung von der Northeimer Lehrerin ab. „Das ist mein erster Sieg, und dafür habe ich zuletzt jeden Tag trainiert.“

Der Olympiasieger 

Gegen 22.30 Uhr gibt es dann noch einen ganz besonderen Zieleinlauf. Isabel Poguntke läuft nach 57:10 Minuten über die Ziellinie. Die Mitarbeiterin der Borkener Stadtverwaltung hat zuletzt dreimal pro Woche für ihr Ziel trainiert. Die 10 Kilometer unter einer Stunde sollten es werden, und dafür hatte sie bei einer Verlosungsaktion der HNA-Sportredaktion einen ganz besonderen Tempomacher gewonnen: Olympiasieger Nils Schumann (siehe Interview rechts). „Das lief besser als gedacht“, sagt die 25-Jährige, während sich Schumann auch nach dem Lauf um sie kümmert: „Ich hole dir mal ein Hefeweizen.“

Nachtlauf Kassel mit Teilnehmer-Rekord

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