Baufirmen sind ausgelastet

Wohnhaus mit Gewerbeflächen: Neubau an der Wilhelmsstraße verzögert sich

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Soll Neubau weichen: Das Gebäude rechts wird durch ein Wohn- und Geschäftshaus ersetzt.

Mitte. An der Wilhelmsstraße 21, wo früher der Schuhladen Görtz beheimatet war, entsteht ein viergeschossiges Wohnhaus mit Gewerbeflächen im Erdgeschoss.

Doch obwohl die Bebauungsplanung weit gediehen ist, verzögert sich das Vorhaben. Grund dafür sei die hohe Auslastung des Bauhandwerkes, sagt Bauherr Friedrich Freiherr Waitz von Eschen. Der Geschäftsführer der Kasseler Unternehmensgruppe Freiherren Waitz hatte die Immobilie seinerzeit übernommen.

Waitz von Eschen

Vor gut zwei Jahren hatte an der Wilhelmsstraße der Schuhladen Görtz geschlossen. Kurz zuvor hatte die Unternehmensgruppe, der auch das benachbarte Gebäude Wilhelmsstraße 19 (Apollo-Optik) gehört, die Immobilie gekauft. Geplant ist ein Neubau mit zwölf Wohnungen, Büros und einer Gewerbefläche im Erdgeschoss. Bei der Höhe werde sich der Bau am Nachbargebäude Nr. 19 orientieren, sagt Waitz von Eschen. Bislang gebe es noch keine Illustration des Projekts, sondern nur erste Skizzen.

Wann mit dem Abriss und Neubau begonnen wird, kann der Bauherr noch nicht sagen. „Es ist derzeit ein großes Problem, die einzelnen Gewerke zu bekommen. Teilweise gibt es zudem monatelange Wartezeiten beim Material“, sagt Waitz von Eschen. Neben den verplanten Baufirmen seien auch die gestiegenen Baupreise eine Hürde. Er wolle dennoch am Projekt festhalten. Auch wenn es schwierig sei, bei den aktuellen Baupreisen günstigen Wohnraum in zentraler Lage anzubieten. „Mehrgeschossiger Wohnungsbau in der Innenstadt ist privat finanziert kaum mehr möglich“, sagt Waitz von Eschen.

Bis die Arbeiten beginnen, will er die Gewerbeeinheit mit Zwischenmietern belegen. Aktuell hat Betten Ochmann, der gegenüber seiner Hauptfiliale hat, die Fläche belegt.

Der Ortsbeirat Mitte unterstützt das Bauprojekt. Es gebe einen großen Bedarf an innerstädtischen Wohnungen, sagt Ortsvorsteher Christof Stefaniak (Grüne). Wegen der geplanten Höhe des Gebäudes gebe es keine Einwände.

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