Einige sind auf den betrug hereingefallen

Neue Masche: Kasselerin sollte für Wohnung zahlen, die es nicht gibt

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Vorsicht, Falle: Wer auf Immobilienportalen wie Immowelt nach Wohnungen sucht, sollte achtsam sein. Dort werden auch fingierte Angebote eingestellt, mit denen die Opfer um ihr Geld gebracht werden sollen. 

Der Druck auf dem Kasseler Wohnungsmarkt ist groß. Freie und bezahlbare Mietwohnungen sind rar. Diesen Umstand machen sich auch Betrüger zunutze.

Die Polizei berichtet über eine Masche, auf die nun auch beinahe eine 20-jährige Kasselerin hereingefallen wäre.

Der Druck auf dem Kasseler Wohnungsmarkt ist groß. Freie und bezahlbare Mietwohnungen sind rar. Diesen Umstand machen sich auch Betrüger zunutze. Die Polizei berichtet über eine Masche, auf die nun auch beinahe eine 20-jährige Kasselerin hereingefallen wäre.

Auf der Suche nach einer Wohnung hatte die Kasselerin das Internetportal Immowelt durchstöbert. Dort stieß sie auf eine interessante Immobilienanzeige. Eine Frau wollte ihre 80 Quadratmeter große Wohnung in der Kasseler Innenstadt vollmöbliert und inklusive aller Nebenkosten für nur 400 Euro vermieten.

Erst Geld, dann Besichtigung - das machte stutzig

Die 20-Jährige nahm also per E-Mail Kontakt auf. Die angebliche Vermieterin, die sich als Britin ausgab, machte auf die Kasselerin zunächst einen seriösen Eindruck. Sie schickte ihr sogar ein Foto ihres angeblichen Personalausweises. Als die 20-Jährige schließlich nach einem Besichtigungstermin fragte, erklärte ihr die vermeintliche Britin, dass sie sich zunächst auf einer Internetseite registrieren und mittels des Geldüberweisungsdienstes Moneygram 400 Euro an die Vermieterin zahlen müsse. Dieses Vorgehen ließ die Interessentin dann doch stutzen.

Sie überwies zunächst kein Geld, sondern fragte nach der Adresse der Immobilie, um sich von außen ein Bild von der Lage machen zu können. Als die Betrüger die Adresse mitteilten, versuchte die Kasselerin vor Ort, die Wohnung zu finden. Ohne Erfolg. Auch bei den Nachbarn hörte sie sich um und erfuhr, dass es die besagte Wohnung überhaupt nicht gibt.

Einige Interessenten sind auf die Betrugsmasche hereingefallen

Die 20-Jährige war nicht die erste, die enttäuscht nach Hause ging. Wie die Nachbarn erzählten, hatten schon mehrere Interessenten bei ihnen geklingelt und mussten im Gespräch feststellen, dass sie einer Betrügerei aufgesessen sind. Einige von ihnen hatten nach Polizeiangaben zu dem Zeitpunkt allerdings die 400 Euro schon bezahlt. Ihr Geld war futsch. Denn bei Zahlungen über derartige Überweisungsdienste sind die Empfänger des Geldes nicht zu identifizieren.

Die 20-Jährige erstattete Anzeige bei der Polizei, die nun wegen Betruges ermittelt.

Polizei: Bei günstigen Wohnungsangeboten besonders kritisch sein

Die Beamten warnen davor, insbesondere bei scheinbar besonders günstigen Wohnungsangeboten kritisch zu sein. Vorauszahlungen ohne entsprechende Sicherungen sollten nicht getätigt werden. „In anderen Städten wie Berlin oder Frankfurt, wo der Wohnungsmarkt noch überhitzter ist, gibt es derartige Betrugsfälle noch häufiger“, sagt Maximilian Malirsch, Geschäftsführer des Mieterbundes Nordhessen. Auch Schmiergeldzahlungen an Makler seien dort nicht unüblich.

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