Neue Kontonummern für 42.500 Kunden

Fusion fix: Weg ist frei für die Volksbank Kassel Göttingen

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Führen künftig die Volksbank Kassel Göttingen (von links): Wolfgang Osse, Volker Stern und Martin Schmitt (alle Kassel) sowie Markus Bludau und Hans-Christian Reuß (beide Göttingen).

Kassel. Der Weg für die länderübergreifende Volksbank Kassel Göttingen ist frei.

Am Mittwochabend stimmten in einer Vertreterversammlung der Kasseler Bank erwartungsgemäß 99,4 Prozent für die Fusion mit der Volksbank Göttingen zum größten genossenschaftlichen Kreditinstitut in der Region.

Bereits Anfang des Monats hatten die Göttinger Anteilseigner mit einer Quote von 95 Prozent für das Zusammengehen der beiden Banken votiert.

Alle Vorstände bleiben

„Den zukünftigen Herausforderungen werden wir uns aus einer Position der Stärke heraus stellen. Mit der Verschmelzung schaffen wir eine gute Basis, um den Markterfolg einer leistungsstarken Volksbank in der gesamten Region langfristig zu gewährleisten“, sagte der Chef der Kasseler Bank, Martin Schmitt. Die beiden Banken passten sowohl räumlich als auch strukturell gut zueinander. Schmitt wird auch das fusionierte Kreditinstitut führen. Die vier weiteren Vorstände – je zwei aus Kassel und Göttingen – bleiben ebenfalls an Bord.

Auch aus steuerrechtlichen Gründen soll das Göttinger Institut rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres auf das Kasseler verschmolzen werden. Somit ist die Fusion formal eine Übernahme. Schmitt und sein Göttinger Kollege Markus Bludau betonten aber bei Bekanntgabe der Pläne im Februar, dass es sich um eine Fusion auf Augenhöhe handele.

Göttingen und Kassel würden gleichberechtigte Hauptsitze, alle 39 Filialen und 16 Selbstbedienungsterminals blieben erhalten. Ein Stellenabbau sei nicht geplant. Derzeit beschäftigen beide Häuser insgesamt mehr als 600 Mitarbeiter – in Kassel sind es 436, in Göttingen 169.

Das Geschäftsgebiet der neuen Bank, mit fast 140 000 Kunden das größte Regionalinstitut in Nordhessen und Südniedersachsen nach der Kasseler Sparkasse, erstreckt sich von Heiligenstadt im thüringischen Eichsfeld im Osten bis Willingen im Westen und von Northeim im Norden bis Bad Wildungen im Süden. Die Bilanzsumme wird sich auf 2,77 Milliarden Euro belaufen, die Ertragslage ist gut.

Grund für die Fusion sind sinkende Einnahmen infolge der anhaltenden Niedrigzinsphase, steigende aufsichtsrechtliche Anforderungen und hohe Investitionen in die fortschreitende Digitalisierung.

Neue Kontonummern

Im Rahmen der für das kommende Jahre geplanten technischen Fusion, bei der die Computersysteme der beiden Banken zusammengeschaltet werden, bekommen die 42.500 Kunden der Volksbank Göttingen neue Kontonummern (Iban). Für die 97.000 Kasseler Kunden ändert sich nichts.

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