Seit September ist er Leiter

Neuer Chefarzt im Elisabeth-Krankenhaus hat nicht nur das Herz im Blick

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Blick ins Herzkatheterlabor: Die interventionelle Kardiologie ist Prof. Dr. Martin Höhers Spezialgebiet. Im Bild ist auch Mitarbeiterin Anke Rauscher neben den Kontroll-Monitoren zu sehen.

Neue  Abteilung und neuer Chefarzt: Prof. Dr. Martin Höher leitet die Innere Medizin und Kardiologie am Kasseler Elisabeth-Krankenhaus.

Als das Elisabeth-Krankenhaus im Herbst damit begann, die Innere Medizin neu zu organisieren, holte man einen Chefarzt, der auf verschiedenen Gebieten viel Erfahrung mitbringt. Prof. Dr. Martin Höher ist Internist, Kardiologe und Intensivmediziner und leitet seit September die neue Medizinische Klinik I des Krankenhauses auf dem Weinberg.

Da auch hier zunehmend ältere Patienten behandelt werden, die oftmals unter mehreren Erkrankungen leiden, sei die Zusammenführung verschiedener Fachdisziplinen sinnvoll, erläutert der Mediziner. So könne hinter einer Luftnot eine Lungenentzündung, aber auch eine Herzerkrankung stecken. Wenn Fachärzte noch mehr Hand in Hand arbeiten und sich auf kurzen Wegen abstimmen, könne den Patienten schnell und gut geholfen werden, betont Höher.

„Je länger man Medizin macht, umso mehr bekommt man einen Blick für das Ganze und Zusammenhänge“, sagt der 59-Jährige, der vor seinem Wechsel nach Kassel 14 Jahre lang die Medizinische Klinik II am Klinikum Bayreuth geleitet hatte.

Auch am Elisabeth-Krankenhaus wird das Herzkatheterlabor eine seiner Hauptwirkungsstätten sein. Denn das Spezialgebiet des Mediziners ist die interventionelle Kardiologie, also beispielsweise das Aufweiten von verengten Herzkranzgefäßen mit Hilfe von Ballonkathetern und Gefäßstützen (Stents).

Notfallversorgung ausbauen

Da im Elisabeth-Krankenhaus, das ein Notarztstandort ist, auch häufig Patienten mit akuten Herzproblemen wie Infarkten eingeliefert werden, „werden wir in Zukunft auch das Spektrum in der Notfallversorgung ausbauen“, kündigt Höher an. Im Mittelpunkt stünden dabei immer die Patienten, betont der Mediziner. So lege er auch großen Wert darauf, Patienten über ihre Erkrankungen, aber auch ein mögliches weiteres Vorgehen ausführlich und verständlich aufzuklären. Und wenn er eine Empfehlung für eine Therapie oder einen Eingriff vorschlage, „muss ich persönlich dahinterstehen.“

Auch die Ausbildung der Assistenzärzte liege ihm sehr am Herzen, sagt Höher, der auch als außerplanmäßiger Professor unter anderem an der Universität Ulm unterrichtet.

Auch wenn er von Kassel noch nicht viel gesehen hat, in dem konfessionellen Krankenhaus fühle er sich bereits sehr wohl. Eben dies erwähnt der Vater von vier Kindern nicht ohne Grund. Denn das Klinikum Bayreuth habe er nach einem internen Krach zwischen Chefärzten verlassen. Ein Kapitel, das er abgehakt hat, nachdem letztlich alle damit verbunden Vorwürfe gegen seine Person restlos ausgeräumt worden seien.

Krankenhausdirektorin Marieluise Labrie freut sich, in  Höher einen Chefarzt gefunden zu haben, der nicht nur gut ins Ärzteteam passe, sondern auch die hauseigene Musikgruppe vor allem zur Weihnachtszeit verstärken könne. Schließlich spielt er Klavier, Orgel, Trompete und sogar Waldhorn.

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