Falafel, Taboulé und Kibbe in Kasseler Innenstadt

Neue Gastro in der Königs-Galerie: Das libanesische Essen von Ceder liegt im Trend

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Sie betreiben das Imbissrestaurant im Untergeschoss der Königs-Galerie: Mitarbeiter Abdullah Alkhazali und Ceder-Inh aber Mohamed Oweid.

Libanesisches Essen suchte man in der Kasseler Innenstadt bislang weitgehend vergeblich. Der neue Imbiss "Ceder" in der Königs-Galerie füllt eine Marktlücke. Die Falafeln sind zum Niederknien gut.

Der Anspruch: Wie bei Mama muss es schmecken, sagt Mohamed Oweid. Wie bei Mama im Libanon. Das schätzen seit langem viele Gäste in den Uni-Städten Marburg und Gießen, wo Familie Oweid libanesische Imbissrestaurants unter dem Namen Ceder betreibt. Nun gibt es einen weiteren Standort in Kassel, im Untergeschoss der Königs-Galerie in der Innenstadt.

Libanon-Klassiker wie Hummus und Falafel, Taboulé, Kibbeh und Mutabbal sind inzwischen weithin bekannt. Doch nicht überall in deutschen Stadtzentren werde diese äußerst vielseitige und schmackhafte Landesküche angemessen zur Geltung gebracht, sagt Mohamed Oweid: „Wir machen alles mit Liebe“.

Mit seiner zugewandten, kontaktfreudigen Art und gesundem Selbstbewusstsein lässt der gelernte Koch gar nicht erst den Gedanken aufkommen, es könne sich beim „Ceder“ um eine beliebige weitere Falafelbude handeln. Wer die hauseigene, zum Niederknien gute Version der beliebten Kichererbsenbällchen mit feinsäuerlicher Sesampasten-Tunke probiert, bekommt eine Ahnung, wohin der Anspruch geht. „Gutes Essen setzt sich immer durch“, sagt Oweid, der seinen Gästen schon mal anbietet, nichts bezahlen zu müssen, falls es nicht schmecken sollte.

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Gerichte im Ceder unkompliziert und teils vegan

Hinzu kommt, dass die Gerichte im „Ceder“ dem Zeitgeist entgegenkommen. Sie sind unkompliziert und zu einem hohen Anteil vegetarisch oder vegan. Das sei im Marburger Uni-Milieu ein ganz großes Thema, sagt der 38-Jährige, der 1990 mit seinen Eltern und fünf Geschwistern aus dem Libanon nach Marburg gekommen ist.

Im dortigen Nobelhotel Rosenpark haben Mohamed Oweid und sein Bruder Youssef ihre Gastro-Ausbildungen gemacht, bevor sie 2002 ihr erstes Ceder-Restaurant eröffneten. Der Sprung nach Kassel hat sich nun ergeben, weil ihr jüngerer Bruder Raby hier bereits im Geschäftsleben tätig ist – als Inhaber von Raby’s Barber Shop am Ständeplatz.

Seither ist auch Mohamed Oweid regelmäßig in Kassel. Dabei ist ihm aufgefallen, dass es im Stadtzentrum zwar „viel Pizza, Pasta und Asiatisches“ gebe, aber kein ansprechendes Angebot aus seinem Herkunftsland am östlichen Mittelmeer. Im Dezember stieß er auf die Gastro-Fläche, die im Basement der Kö-Galerie zur Neuvermietung stand. Nachdem dort jetzt das „Ceder“ den Betrieb aufgenommen hat, sucht Oweid für seine Familie auch privat eine Wohnung in Kassel.

Familie ist für ihn auch bei seinem Restaurantprojekt prägend. „Schon im Libanon waren meine Eltern immer in der Gastronomie tätig“, sagt Oweid. Alle Rezepte, wie man Falafel & Co. vorschriftsmäßig zubereitet, seien von seiner Mutter überliefert. „Und sie schaut oft vorbei und schimpft, wenn wir etwas nicht genau richtig machen“, lacht der Gastronom.

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