Start für Erneuerung der Einkaufsmeile Anfang August

Neuer Straßenbelag: Königsstraße wird zur Baustelle

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Sie machte sich ein Bild: Eva Schmidt-Hellwig von der Einhorn Apotheke an der Unteren Königsstraße auf den Musterflächen für den neuen Belag der Königsstraße. Fünf verschiedene Varianten sind derzeit auf dem Friedrichsplatz (vor der AOK) ausgelegt.

Kassel. Auf der Königsstraße werden bei der bevorstehenden Sanierung graue Platten verlegt. Das steht bereits fest. Grau ist aber nicht gleich grau.

Und so diskutierten am Montag Anwohner und Geschäftsleute mit Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) und den verantwortlichen Planern über die möglichen Grautöne für Kassels Einkaufsmeile. Auf dem Friedrichplatz wurden dazu fünf verschiedene Musterbeläge verlegt. Ein einheitliches Meinungsbild gab es nicht.

Das ist bereits entschieden:

Lexikonwissen:

Die Königsstraße im Regiowiki

Michael Triebswetter vom beauftragten Landschaftsarchitekturbüro GTL erläuterte die Hintergründe des bisherigen Planungsstands: „Es wurde sich für ein eher dunkles Pflaster entschieden, weil dies unempfindlicher ist. Auf der Königsstraße finden auch Feste statt. Die Öl- und Ketchupflecken bleiben auf hellem Pflaster sichtbar.“ Gesetzt ist auch die Plattengröße von 30 mal 30 Zentimetern. Diese Platten seien preiswert und zudem könnten sie mit hohem Gewicht belastet werden. Größere Platten, die ähnlichen Lasten standhalten, sind deutlich teurer. Geplant wird mit etwa 50 Euro pro Quadratmeter inklusive Verlegung und Oberflächenbehandlung, damit das Pflaster sich gut reinigen lässt. Stadtbaurat Nolda sagte, die in den Planungsprozess bisher eingebundenen Anlieger hätten sich mehrheitlich für eine eher einheitliche Gestaltung des Pflasters entschieden. Dies sei auch sinnvoll, da die Häuserfassaden an der Straße uneinheitlich seien. Ganz grau werde das Pflaster nicht werden. Es ist vorgesehen, einen Belag mit unterschiedlichen Grautönen zu verlegen.

Darüber wird diskutiert:

Die bei der Debatte anwesenden Anwohner, Geschäftsleute und sonstigen Bürger äußerten sich ganz unterschiedlich zu den fünf verschiedenen ausgelegten Musterbelägen. Geschäftsmann Hans Wild von der Firma Rocholl findet die Pläne für das Straßenpflaster langweilig. „In der documenta-Stadt Kassel hätte ich mir etwas anderes gewünscht“, sagt Wild. Er schlug vor, das dunkle Pflaster etwa mit Rottönen zu kombinieren. Annemarie Richter aus Kassel hält ein dunkleres Pflaster prinzipiell für richtig. Das sei für Verschmutzungen weniger anfällig. „Der vor wenigen Jahren neu gestaltete lindgrüne Platz vor dem Hauptbahnhof sieht schon jetzt schmuddelig aus.“ Alexander Wild aus dem Vorstand der City-Kaufleute würde es gut finden, wenn das Pflaster um einige Besonderheiten ergänzt würde. Ihm schweben ein gepflastertes Stadtwappen oder eine LED-Beleuchtung im Boden vor. Peter Vey nennt die Bürgerbeteiligung zur Königsstraßengestaltung „eine Farce“. Tatsächlich gebe es wenig Spielräume. „Das ist alles Grau in Grau“, sagt Vey. Auch andere Anwohner hätten sich etwas mehr Mut bei der Gestaltung der Straße gewünscht.

• Fünf Musterbeläge sind auf dem Friedrichsplatz (vor der AOK) zu sehen. Auf deren Basis soll die Wahl weiter verfeinert werden. Anschließend soll die verfeinerte Variante nochmals öffentlich präsentiert werden.

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