Stadt und Uni Kassel arbeiten dabei zusammen

Neues Forschungsprojekt: Verkehr in Kassel soll besser fließen

Kassel. Kassel nimmt eine Vorreiterrolle bei den Verkehrstechnologien der Zukunft ein: Universität und Stadt Kassel haben ein gemeinsames Forschungsprojekt gestartet, das zu einem besseren Verkehrsfluss in der Stadt führen soll.

Dabei sollen Ampeln und Fahrzeuge miteinander kommunizieren, um die Wartezeiten an Kreuzungen zu verkürzen. Der Bund fördert das Projekt mit 2,3 Millionen Euro.

Konkret geht es darum, die Grünphasen für öffentliche Verkehrsmittel passgenauer zu steuern. Dadurch sollen Trams und Busse noch zügiger über die Kreuzung kommen, sodass auch andere Verkehrsteilnehmer kürzere Wartezeiten an den Ampeln haben.

Im Lauf der nächsten eineinhalb Jahre wollen die Forscher der Uni Kassel unter der Leitung von Prof. Dr. Robert Hoyer die Technik so weit entwickeln, dass sie diese 2018 im Kasseler Stadtverkehr testen können. Dann sollen die Ampeln an 15 Kreuzungen mit einer speziellen Funktechnik ausgestattet werden. Zudem sollen insgesamt zehn Testfahrzeuge (Trams, Busse und ein Rettungswagen) mit Bordcomputern ausgestattet werden, sodass sie Daten mit den Ampeln austauschen können.

Sekundengenaue Abstimmung

Auf diese Weise soll das Zeitfenster, an dem die ÖPNV-Fahrzeuge freie Fahrt auf der Kreuzung bekommen, auf den Punkt abgestimmt werden. „Im Idealfall sekundengenau“, sagt Hoyer. Dadurch bekommen auch Autos oder Fußgänger schneller wieder Grün. Auch der Weg von Rettungsfahrzeugen soll mit der neuen Technik besser kommuniziert werden, sodass die Lebensretter einerseits zügig durchkommen und es andererseits durch das Martinshorn zu möglichst wenig Irritation im Verkehr kommt.

Bei dem Projekt handele es sich um Vorlaufforschung für das automatisierte Fahren, sagt Hoyer. Denn wenn eines Tages kein Fahrer mehr hinter dem Steuer sitzt, müssen Fahrzeuge und Ampeln sich selbst miteinander abstimmen.

Rubriklistenbild: © Foto: Koch

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