„Mama Afrika“ bietet Küche aus Eritrea und Kaffee-Zeremonie

Neues Restaurant: Eritrea tischt auf am Entenanger

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Gesellige Angelegenheit: So eine gemischte Injera-Platte wird von einer Tischrunde gemeinsam gegessen. Auf dem Foto von links die Betreiber Jonas Melake, Tesfai Gebrejohannes, Fseha Melake, Nadin Melake und Habtom Gebrejohannes.  

Kassel. Wer kulinarisch gern etwas Neues erlebt, hat jetzt am Entenanger eine Anlaufstelle: In die früheren Räume des griechischen Restaurants Zeus ist das „Mama Afrika“ eingezogen.

Serviert werden Gerichte in gemütlichem Ambiente - geboten wird authentische Küche aus Eritrea.

Bei der Eröffnungsfeier fanden die aromatisch vielfältigen und teils kräftig gewürzten Köstlichkeiten aus der ostafrikanischen Region viel Anklang bei den geladenen Gästen – und darunter stelle man sich keinen Treff einer exklusiven Ethno-Gemeinde vor.

Die Betreiberfamilie Melake ist seit langem in Kassel verwurzelt und in der weiteren Region mit einer Gebäudemanagementfirma aktiv. Entsprechend groß war das Netzwerk von Freunden und Geschäftspartnern, die es sich bei der Eröffnung schmecken ließen - darunter etwa Jan Meyer und Mario Faber von den Oberliga-Handballern des TSV Vellmar, wo die Melake-Firma K&T als Trikotsponsor aktiv ist. „Die Mannschaft ist bereits zum Essen eingeladen“, berichtete Jan Meyer.

Von außen hat das Lokal statt der bisherigen Butzenscheiben großzügige Glasfenster erhalten. Das Innere wurde mit dezenter Eritrea-Folklore freundlich aufgefrischt, vom früheren Griechen hat jedoch auch ein Teil der groben Putz-Einbauten überdauert. „Wir haben festgestellt, dass das durchaus zu unserer Kultur passt“, sagte Mitbetreiber Jonas Melake.

Zentral im Raum gibt es jetzt außerdem „unsere Ethno-Ecke“, wie es die Inhaber augenzwinkernd nennen: einen Bereich mit landestypischer Möblierung samt Flechtkorb-Tischen und einer Zubereitungsstation für die eritreische Kaffeezeremonie, die ab zwei Personen auf der Speisekarte angeboten wird.

Ins Auge fällt darauf außerdem, dass es neben vielen verlockend klingenden Fleischzubereitungen eine bemerkenswert breite Auswahl an vegetarischen Gerichten gibt. Fast immer dabei: Injera, die fluffigen Sauerteigfladen, die mit diversen Fleischragouts und Gemüsecurrys belegt werden.

In Eritrea isst man das so, dass man vom Rand her ein Stück Injera abreißt und sich damit kleine Portionen des leckeren Belages aufnimmt. Es ist allerdings eine hohe Kunst, so graziös wie ein Eritreer mit den Fingern zu essen – zumal es nach dortiger Etikette nicht als schicklich gilt, die Lippen mit den Fingern zu berühren oder diese gar abzulutschen.

Doch keine Sorge: Im „Mama Afrika“ wird Besteck zu den Speisen gereicht. Bei allen Fragen wird der überaus charmante Service, der schon am Eröffnungsabend die Gäste betreute, sehr gern weiterhelfen.

Mama Afrika, Entenanger 4, täglich geöffnet von 11.30 bis 14.30 sowie 17.30 bis 23 Uhr.

Website (war Mitte Januar noch ohne Inhalt): http://restaurant-mama-afrika-kassel.de/


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