Neun Wohnblocks im Wohnpark Helleböhn

Neun neue Wohnblöcke in Helleböhn: 94 Sozialwohnungen werden gebaut

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Ergänzungsbauten gut zu erkennen: An den Giebelwänden der Häuser Leuschnerstraße 102 (vorn links) sowie Leuschnerstraße 108 (dahinter) entstehen weitere Mehrfamilienhäuser. Auch am Haus Leuschnerstraße 112 (nicht im Bild) wird auf diese Weise angebaut.

Kassel. Im Wohnpark Helleböhn werden neun Blocks mit fast 100 Sozialwohnungen errichtet.

Die Wohnungsgesellschaft Hessen (GWH) errichtet im Wohnpark Helleböhn neun zusätzliche Mehrfamilienhäuser mit 94 Sozialwohnungen. Gebaut werden die neun neuen Häuser auf den Freiflächen zwischen den bestehenden Gebäuden im Wohnpark, der zwischen Eugen-Richter- sowie Leuschnerstraße und Heinrich-Schütz-Allee liegt. Die GWH investiert rund 15 Millionen Euro. Der Sozialwohnungsbau wird von der Stadt mit 10.000 Euro pro Wohnung gefördert.

In den neuen Häusern in Helleböhn wird die Kaltmiete nach Angaben des Kasseler GWH-Bereichsleiters Christian Wedler bei 6,40 bis 6,50 Euro pro Quadratmeter liegen. Zum Vergleich: In Kassel kostet eine ungeförderte Neubauwohnung inzwischen ab zehn Euro Miete pro Quadratmeter.

Wohnpark Helleböhn - für die komplette Ansicht bitte oben rechts auf die Pfeile klicken.

In Kassel werden dringend mehr Sozialwohnungen gebraucht. Derzeit gibt es in der Stadt nur noch etwa 8400 geförderte Wohnungen zu günstigen Mietpreisen für Menschen mit geringem Einkommen. Benötigt würden aber mindestens doppelt so viele preisgünstige Bleiben, mahnt der Mieterbund. Um Sozialwohnungen beziehen zu können, brauchen die Mieter einen Wohnberechtigungsschein. Den gibt es nur bei geringem Einkommen.

In der Stadt gibt es seit neun Jahren rasante Mietpreissteigerungen bei Neuvermietungen. Der Boom auf dem Immobilienmarkt führt zudem dazu, dass günstige Mietwohnungen in teure Eigentumswohnungen umgewandelt werden. Und in Stadtvillen-Neubauten entstehen Luxuswohnungen, die für viele Normalverdiener nicht zu bezahlen sind. Die Mieten für kleine Singlewohnungen sind seit 2010 um 42 Prozent gestiegen. Für Rentner und Studenten ist es schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Deshalb will die Stadt den Sozialwohnungsbau stärker fördern.

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