Geringere Nutzer- und Ausleihzahlen

Nextbike ist in Kassel weniger erfolgreich als Konrad: Neue Stationen sind aber geplant

+
Noch nicht so erfolgreich wie Konrad: Nextbike liegt bei den Zahlen der Ausleihen noch hinter dem Vorgängersystem.

Das im Januar 2018 in Kassel gestartete Fahrradverleihsystem Nextbike ist weniger erfolgreich als sein Vorgänger Konrad. Das System soll daher verbessert werden.

Nextbike nahm im ersten Jahr deutlich weniger Fahrt auf als das Vorgängersystem Konrad von der DB Rent. Die Nutzer- und Ausleihzahlen liegen deutlich hinter jenen von Konrad.

Nach fünf Jahren im Betrieb waren die 500 grünen Konräder Ende 2017 von Kassels Straßen verschwunden. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich 44.000 Nutzer registriert. Wobei darunter auch viele Karteileichen waren, da sich beispielsweise Touristen häufig nur für einen einmaligen Gebrauch anmelden. Interessanter ist deshalb die Zahl der Ausleihen: Diese lagen in den ersten drei Jahren von Konrad zwischen 175.000 und 195.000.

Nextbike in Kassel: Aktuell 11.000 Nutzer

An diese Zahlen kommt Nextbike nicht heran. Aktuell habe man 11.000 Nutzer, teilt Nextbike auf HNA-Anfrage mit. Insgesamt seien die Räder 2018 rund 122.000 Mal ausgeliehen worden. Das Unternehmen aus Leipzig ist dennoch zufrieden. „Das ist für die allererste Saison eine sehr gute Bilanz. Die Nutzung nimmt in der Regel jedes Jahr zu“, sagt eine Unternehmenssprecherin. In den Monaten Januar und Februar 2019 zeige sich gegenüber den Vorjahresmonaten eine Verdoppelung der Nutzerzahlen. Ein Grund für die geringeren Ausleihen könnte in der Anzahl der Fahrräder begründet sein. Konrad hatte 500 Räder im Angebot, von den blauen Nextbikes gibt es nur 400.

Den Wechsel von Konrad zu Nextbike hatte im Jahr 2017 der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Uni Kassel forciert. Er war unzufrieden mit dem System der DB Rent. Weil die 25.000 Studierenden über ihren Semesterbeitrag eine Jahrespauschale (1,50 Euro) an Nextbike zahlen, fahren sie bei einer Ausleihe jeweils die erste Stunde kostenlos.

Um das System zu verbessern, wird derzeit zwischen der Stadt, dem AStA und Nextbike die Verlegung einiger der 56 Fahrradstationen diskutiert. Weniger genutzte Stationen, sollen aufgegeben werden. Dafür sind an anderer Stelle neue geplant – etwa an der Seglergaststätte auf dem Buga-Gelände, am Campus Nord oder am Sportinstitut an der Damaschkestraße.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.