49 Anzeigen wegen Alkohol und Drogen am Steuer 2017

Mit Maske Auto fahren kann teuer werden: Mehr Polizeikontrollen an Karneval

Kassel. Beim Autofahren ist es verboten, Masken zu tragen. Während Karneval wird die nordhessische Polizei ihre Kontrollen bis Aschermittwoch verstärken. Darauf sollten Autofahrer während der närrischen Zeit besonders achten.

Um gar nicht erst in die Verlegenheit zu kommen, sich alkoholisiert ans Steuer zu setzen und damit sich sowie andere zu gefährden und den Führerschein zu riskieren, rät die Polizei, sich vorher Gedanken über den Heimweg nach der Karnevalsparty zu machen.

Dazu gehöre, so Polizeisprecher Torsten Werner, sich vorher über die Abfahrtzeiten von Bussen und Bahnen zu informieren, die Telefonnummern einer Taxizentrale zu notieren oder einfach vorher den „Fahrer“ festzulegen, der bei der Feier keinen Alkohol trinkt.

Im vergangenen Jahr stoppte die Polizei in der Hochphase des Karnevals in Stadt und Landkreis Kassel sowie den drei Landkreisen Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner über 2800 Fahrzeuge und überprüfte knapp 3300 Personen. 49 Anzeigen wegen Alkohol oder Drogen am Steuer fertigte die Polizei und stellte insgesamt 17 Führerscheine sicher.

„Die Zahlen zeigen, es gibt immer noch Unverbesserliche, die auch in diesem Jahr wieder konsequent aus dem Verkehr gezogen werden“, so Werner.

Vielen sei vielleicht nicht bewusst und für viele auch schwer einschätzbar, dass bereits bei 0,3 Promille der Führerschein eingezogen werden kann, wenn Anzeichen von Fahruntauglichkeit vorliegen oder man an einem Verkehrsunfall beteiligt ist. „Daher ist man immer auf der sicheren Seite, wenn man erst gar nicht rechnet, sondern gänzlich auf Alkohol verzichtet“, so der Polizeisprecher.

Für junge Fahrer unter 21 Jahren und für Führerscheinneulinge, die sich noch in der Probezeit befinden, gilt ohnehin absolutes Alkoholverbot. „Und Betäubungsmittel sind für alle Altersklassen tabu.“

Das Gesicht darf nicht verhüllt sein 

Für die bevorstehende närrische Zeit ist es Kraftfahrzeugführern erstmals grundsätzlich verboten, sein Gesicht während der Fahrt zu verdecken oder zu verhüllen. Deshalb sollte auf Fahrten mit Karnevalsmasken verzichtet werden. Bisher galt nach der Straßenverkehrsordnung (§ 23) ohnehin, dass das Gehör oder die Sicht während der Fahrt nicht beeinträchtigt sein dürfen. Seit Oktober 2017 gilt nun zusätzlich, dass das Gesicht von Kraftfahrzeugführern nicht verhüllt sein darf. Der Bußgeldkatalog sieht für den Verstoß ein Verwarngeld in Höhe von 60 Euro vor.

Einer der karnevalistischen Höhepunkte in der Region ist der Rosenmontagsumzug in Fritzlar, der größte in Nordhessen und Südniedersachsen. Wir übertragen ihn live im Video auf HNA.de

Rubriklistenbild: © HNA-Repro

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