Die Branche boomt

Nordhessisches Handwerk erwartet ein dickes Umsatzplus

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Heinrich Gringel, Präsident der Handwerkskammer Kassel.

Das Handwerk in Nord- und Osthessen erwartet in diesem Jahr ein Umsatzplus von drei Prozent auf neun Milliarden Euro.

Das teilte der Präsident der Handwerkskammer Kassel, Heinrich Gringel, mit. "Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, und die Auslastung ist ausgesprochen hoch“, sagte er. Allerdings bemängelte er, dass die Betriebe überraschend wenig in Erweiterung investierten. Das berge Risiken, die der Branche schaden könnten.

In der Handwerkskammer sind 16.100 Betriebe mit insgesamt 90.500 Mitarbeitern organisiert, davon gut 7200 Auszubildende. Als größte Herausforderung bezeichnete Gringel die Nachwuchs- und Fachkräftesicherung sowie fortschreitende Digitalisierung. Bei der Digitalisierung stießen aber viele Betriebe an ihre Leistungsgrenzen. Daher werde die Kammer demnächst Beratungen anbieten und die Betriebe bei der Umstellung unterstützen. Weitere Arbeitsschwerpunkte der Kammer sind nach Angaben von Hauptgeschäftsführer Jürgen Müller die Themen Betriebsnachfolge sowie die passgenaue Besetzung von Ausbildungsplätzen.

Die Vollversammlung beschloss auch den Etat 2018. Der beläuft sich auf 10 (Vorjahr: 13,6) Millionen Euro. Der Rückgang hat mit dem Abschluss der umfangreichen Bauarbeiten am Berufsbildungszentrum zu tun. Die Beiträge sind seit zehn Jahren stabil.

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