Kunsthochschulrektor macht Montag mobil für den Obelisken

Spaziergang für den Obelisken - Prominente unterstützen Petition

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Soll auf dem Königsplatz bleiben: Das fordern viele Prominente. Am Montag gibt es einen Spaziergang für den Kasseler Obelisken.

Der Obelisk soll auf dem Königsplatz bleiben. Das fordert Joel Baumann, Rektor der Kasseler Kunsthochschule. Für Montag ruft er zu einem Spaziergang für das Kunstwerk auf. Auch eine Petition gibt es.

Joel Baumann ruft als Rektor im Namen der Kunsthochschule Kassel zum gemeinsamen Spaziergang für den Obelisken auf. Die Aktion zum Erhalt des documenta-Kunstwerks findet am Montag, 18. Juni, statt. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Obelisken auf dem Königsplatz. Von dort geht es zum Aschrottbrunnen vor dem Rathaus.

Am Montag diskutiert die Stadtverordnetenversammlung im Rathaus über den Verbleib und Standort des Obelisken. Die Diskussionen seien in den vergangenen Monaten „kontrovers und zunehmend auf unerträglichem, teils rassistischem Niveau“ geführt worden. „Dagegen wenden wir uns“, sagt Baumann. „Wir fordern dazu auf, das Kunstwerk auf dem Königsplatz zu belassen. Der Obelisk setzt ein Zeichen für ein weltoffenes Kassel.“ Teilnehmer werden gebeten, mit selbsthergestellten Plakaten für den Obelisken einzutreten. 

Petition mit prominenten Unterstützern

"Ich bleibe hier!" Das ist das Motto einer Internet-Petition, deren Unterzeichner sich für den Erhalt des umstrittenen documenta-Kunstwerks auf dem Königsplatz einsetzen. "Wir protestieren gegen den Versuch, das Kunstwerk vom Königsplatz zu versetzen und ihm damit eine zentrale Dimension seiner Bedeutung zu rauben", schreibt Initiatorin Ayse Gülec, die auch zum Team der documenta 14 zählte.

Von den "Bürgern der Stadt" wird in der an Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) gerichteten Petition ein "respektvoller Umgang" mit Künstlern gefordert. Von der Stadt erwarten die Unterzeichner "einen Umgang mit Kunst, der den Standards der internationalen Kunst- und Kulturszene entspricht".

Unterstützt wird die Petition unter anderem von der ehemaligen documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff, der documenta-Professorin Nora Sternfeld, documenta-12-Leiter Roger M. Buergel sowie Lutz Engelhardt, der das Kasseler Kulturzelt organisiert.

Die Diskussion um das documenta-Kunstwerk beschäftigt die Stadt seit Monaten. Eine Einordnung der Debatte gibt es hier.

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