Auswertung in den kommenden Monaten

Offenbar jede Menge Einsprüche gegen geplante Windkraft-Standorte

Kassel. In Nordhessen gibt es offenbar erheblichen Widerstand gegen die vom Land vorgesehenen Flächen für Windkraftanlagen.

Angesichts der Menge der in den letzten Tagen und Stunden vor dem Ablauf der Frist eingegangenen Einsprüche gegen den Regionalplan Energie sei eine Aussage über die Anzahl der Beschwerden frühestens Mitte Juni möglich, sagte Michael Conrad, Sprecher des Regierungspräsidiums Kassel (RP), auf HNA-Anfrage.

Auch könne gegenwärtig noch nicht gesagt werden, gegen welche Standorte sich die Beschwerden vor allem richten.

Wie berichtet, ist die Einspruchsfrist gegen den Regionalplan Energie Ende Mai abgelaufen. Um die Energiewende verwirklichen zu können, sieht der Landesentwicklungsplan vor, dass zwei Prozent der Fläche im Regierungsbezirk Kassel (16.600 Hektar) als so genannte Vorranggebiete für Windkraftanlagen zur Verfügung gestellt werden. In dem aktuellen Entwurf haben die Planer des RP 188 Flächen in Nord- und Osthessen für die Rotoren vorgesehen.

In den kommenden Monaten werden die Einsprüche ausgewertet und abgewogen. Im Herbst soll dann die Regionalversammlung Nordhessen über den Regionalplan Energie entscheiden. Bis eine gültige Fassung vorliegt, können weiterhin die Kommunen Standorte für Windkraftanlagen ausweisen. Danach ist das nicht mehr möglich. 

Rubriklistenbild: © dpa

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