Ehemaliges Grimm-Museum

Palais Bellevue: Sanierung wegen documenta verschoben - Umbau erst 2018

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Ehemaliges Brüder-Grimm-Museum mit ungewisser Zukunft: Das Palais Bellevue an der Schönen Aussicht sollte eigentlich bis 2016 für 2,1 Mio. Euro zu einem Veranstaltungs- und Tagungszentrum umgebaut werden. Diese Pläne sind erstmal verschoben. 

Kassel. Die für das nächste Jahr geplante Sanierung des Palais Bellevue wird auf 2018 verschoben. Nachdem das Gebäude an der Schönen Aussicht seit 1. November nicht mehr als Brüder-Grimm-Museum genutzt wird, sollte es ab 2015 für 2,1 Mio. Euro zu einem Veranstaltungs- und Tagungshaus umgebaut werden.

Diese Pläne werden vorerst nicht umgesetzt. Stattdessen mietet zur Vorbereitung der nächsten Weltkunstschau die documenta GmbH die Räume.

Erst nach der documenta 14 im Jahr 2017 solle der 1714 errichtete Bau instandgesetzt und für eine neue Nutzung vorbereitet werden, teilt die Stadt auf HNA-Anfrage mit. Bis dahin werde es keine Arbeiten am Haus geben.

Dabei müsste vor allem der Anbau, die Remise, dringend instandgesetzt werden. Das Haupthaus des Palais war zuletzt 2012 aufwendig saniert worden. Geplant war, die Remise (ehemaliges Wirtschaftsgebäude) für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen. Dafür hatte das Land im Zuge des Hessentages bereits eine Förderung von 670.000 Euro in Aussicht gestellt.

Letzte Sanierung nicht lange her: 2012 war das Haupthaus inklusive des Treppenhauses umgebaut worden.

Dass die Pläne erstmal aufgeschoben wurden, hat offenbar auch damit zu tun, dass geplante Partner wie die Universität Kassel sich zurückgezogen hatten. Gemeinsam wollte man das Palais Bellevue als Gäste- und Veranstaltungshaus betreiben und sich die Kosten dafür teilen.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen versicherte im jüngsten Finanzausschuss, dass die Stadt an dieser vorgesehenen Form der Nutzung grundsätzlich festhalte. Dies sei die favorisierte Option. Hilgen sprach von einer „kleinen Stadthalle“, an die auch eine Gastronomie angeschlossen werden solle. Die Wohnungen im Obergeschoss des Haupthauses würden gesondert vermietet.

Der kürzliche Auszug des Brüder-Grimm-Museums steht im Zusammenhang mit dem Neubau der Grimmwelt auf dem Weinberg. Dort soll ab Sommer 2015 das Leben und Werk der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm in zeitgemäßer Form präsentiert werden.

Bis zur Eröffnung der Grimmwelt ist im Erdgeschoss des Palais Bellevue weiter eine Ausstellung zu den Bauarbeiten am neuen Museum zu sehen.

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